Viersen: Schulen vorerst gesichert

Viersen: Schulen vorerst gesichert

Overbergschule wird für Primusschüler umgebaut

Viele Lehrer und Schüler hatten das Klassenzimmer gegen den Sitzungssaal im Forum des Kreishauses getauscht. Sie verfolgten die Schulentwicklungsplanung und konnten erleichtert nach Hause gehen: "Weder die Realschule noch das Clara-Schumann-Gymnasium oder die Hauptschule werden geschlossen", fasste Ausschussvorsitzender Jürgen Moers (CDU) das Ergebnis zusammen.

Und das hätte nach dem Vorschlag der Stadtverwaltung durchaus anders aussehen können: sie hatte schrittweise das Auslaufen der Realschule an der Josefsschule vorgeschlagen. Nicht nur die Schulgemeinschaft war dagegen, eine ehemalige Schülerin hatte eine Online-Petition mit knapp 2000 Unterstützern organisiert.

Diese Lösung verschafft der Stadt voraussichtlich zwei, drei Jahre Zeit, ehe sie erneut über die weiterführenden Schulen nachdenken muss: Der Kreis Viersen plant den Neubau einer Förderschule. Dadurch wird das Gebäude der Overbergschule frei. Der Platz wird gebraucht für den zweiten Standort der Primusschule. Dort sollen ab 2020/21 Schüler der Klassen 7 bis 10 unterrichtet werden. Dafür muss der Mietvertrag mit dem Kreis Viersen gekündigt werden. Die Stadt muss außerdem investieren: Ab dem Schuljahr 2019/20 soll das Gebäude umgebaut werden, unter anderem fehlen eine Mensa und naturwissenschaftliche Räume. Jörg Dickmanns (SPD) zeigte sich zufrieden: "Diese Lösung ist ein Geschenk." Nicht nur die Primusschule bleibe in Dülken, sondern auch die Förderschule. Außerdem müsse keine weiterführende Schule geschlossen werden. Stefan Sillekens (CDU) sprach von einer vernünftigen Lösung. Für die Linke zeigte Franz Lohbusch sich zwar erfreut, kündigte aber seine Enthaltung an.

(busch)