1. NRW
  2. Städte
  3. Viersen

Brüggen: Schulen und Vereine zuerst

Brüggen : Schulen und Vereine zuerst

Bei der Arbeitskreissitzung zur Mehrzweckhalle Brüggen diskutierten Verwaltung und Vereine über Nutzung und Ausstattung der Halle. Sie soll im Sommer 2013 fertig sein. Bis dahin müssen die Vereine "zusammenrücken".

Bei der 6. Arbeitskreissitzung "Mehrzweckhalle Brüggen" nahm die Dipl.- Architektin Miriam Jaeger von der Kommunalen Sporthallen GmbH in Hürth Vorschläge entgegen und beantwortete Fragen aus den Reihen des Arbeitskreises. Zuvor legte sie noch einmal den Neubau mit seinem großzügigen Foyer im Eingangsbereich mit der Thekenzone dar. Dieser kann für sich alleine schon zum Feiern genutzt werden. Sie erläuterte sanitäre Einrichtungen für die Mehrzweckhalle, Umkleiden für Schüler und für Lehrer, Geräteräume sowie Gastro- und Mehrzweckraum für die Mittagsverpflegung der betreuten Grundschule und den Technikbereich unterm Dach.

Linoleum günstiger als Parkett

Zur Mehrzweckhalle gehört eine Tribüne als Teleskop-Ausführung für rund 250 Personen. Für die Bestuhlung der Mehrzweckhalle gibt es eine große Variante mit 500 Sitzplätzen und eine kleine mit 200 als "Raum im Raum" in der Mitte. Der Sportverein TuRa Brüggen gab gleich mehrere Anregungen für das Mehrzweckgebäude, die eifrig diskutiert wurden. "Wir sprechen über die Änderungsvorschläge und werden sie dem zuständigen Bauausschuss vorschlagen", stellte Bürgermeister Gerhard Gottwald klar: "Nutzungsrecht Nummer eins ist für Schulen und Vereine und zweitens für kulturelle Veranstaltungen." Die Halle wird mit strapazierfähigem Linoleum ausgestattet. "Kostengünstiger als Parkett", stellte Miriam Jaeger heraus.

  • Wolfgang Güdden : "Auch kleine Sporthallen sind wichtig"
  • Martin Labonde pflanzte mit den Kindern
    Engagement in Niederkrüchten : Warum die Vorschulkinder einen neuen Baum pflanzten
  • Das könnte die neue Lieblingstasse aller
    Besondere Fan-Artikel : Eine neue Lieblingstasse für Niederkrüchtener

Die Brüggener Spielschar war angetan von der Größe der Bühne und ihren Möglichkeiten, aber was ist mit Beleuchtung, Beschallung und Vorhang? Hier hakte Gottwald ein und kündigte an: "Es gibt noch einen Gesprächskreis 'Bühne' für die kulturtreibenden Vereine und Schulen." Johannes Weiß gab zu bedenken: "Es gibt laute und leise Veranstaltungen." Miriam Jaeger hatte auch hier eine Lösung: "Die Hallenwände werden auf jeden Fall mit Teppich verkleidet." Bauamtsleiter Dieter Dresen fügte hinzu: "Wir schalten einen Akustikberater ein, damit wir keine Überraschungen erleben."

Der Abriss der alten Sporthalle ist für Februar 2012 vorgesehen; mit dem Bau der Halle wird Ende März/Anfang April begonnen. "Das hängt ganz von der Witterung ab", erklärte Jaeger, "voraussichtlich im Sommer 2013 ist die Halle ertig."

"Was ist mit den Vereinen, die zurzeit die Halle belegen?", fragte Karin Vilcans von der Frauen-Fitness-Gruppe im Sportverein Jungblut Born. Schulamtsleiter Wilfried Bouscheljong erklärte: "Mit der Grund- und Gesamtschule diskutierten wir das Problem bereits 2009 und besprachen, den Schulsport in die 'Insel' zu verlegen. Mit den anderen Nutzern will der Gemeindesportverband sprechen. Bei der Suche nach Ausweichmöglichkeiten bieten wir Hilfe an. Wir müssen für die Zeit eben zusammenrücken."

(off)