Schulen des Gemeinsamen Lernens für Viersen benannt

Inklusion in Viersen : Neue Inklusionsformel für drei weiterführende Schulen in Viersen

Ab dem Schuljahr 2019/2020 tragen drei städtische Bildungseinrichtungen in Viersen einen neuen Zusatztitel: „Schulen des Gemeinsamen Lernens“. Für die Gemeinschaftshauptschule Süchteln, die Johannes-Kepler-Schule und die Realschule An der Josefskirche gilt dann eine neue Inklusionsformel, die das Schulministerium des Landes ausgegeben hat: 25 – 3 – 1,5: Die Schulen bilden Eingangsklassen mit im Durchschnitt 25 Schülern, davon haben durchschnittlich drei Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung.

Für jede dieser Klassen sollen sie eine halbe zusätzliche Lehrerstelle bekommen.

Mitte des Jahres hatte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) die „Eckpunkte zur Neuausrichtung der Inklusion in der Schule“ vorgestellt. Dazu gehört auch das Konzept der „Schulen des Gemeinsamen Lernens“ für die Sekundarstufe I, die ab der fünften Klasse inklusiven Unterricht anbieten möchten und dafür ein pädagogisches Konzept haben müssen. Im Schuljahr 2024/25 soll die Sekundarstufe I komplett umgestellt sein. Rund 6000 zusätzliche Lehrerstellen an den weiterführenden Schulen soll es dann geben.

Die Schulaufsicht des Kreises hatte jetzt für die Stadt Viersen die Hauptschule und die beiden Realschulen als „Schulen des Gemeinsamen Lernens“ vorgeschlagen – in Absprache mit den Schulen selbst, der Stadtverwaltung und der Bezirksregierung Düsseldorf. In der jüngsten Sitzung des Schulausschusses der Stadt stimmten dessen Mitglieder dem Vorschlag mehrheitlich zu. Darüber hinaus sollen an der Anne-Frank-Gesamtschule Viersen über die vorhandenen Plätze hinausgehende Bedarfe über Einzelintegration aufgefangen werden.

Frank a Campo (FDP) begrüßte, dass es künftig drei Schwerpunkt-Schulen für Inklusion in Viersen geben soll. Es sei aber wichtig, dass sie auch personell entsprechend ausgestattet werden, betonte er: „Damit sich kein Standort-Nachteil ergibt.“

Derzeit rechnet die Schulaufsicht des Kreises mit 21 Kindern, die im kommenden Jahr das Förderangebot der drei „Schulen des Gemeinsamen Lernens“ nutzen. Zwölf von ihnen werden voraussichtlich die Realschulen besuchen, neun die Hauptschule.

(naf)