Schützenfest St. Remigius in Viersen

Schützenfest in Viersen : St. Remigius feierte Schützenfest

Die St.-Remigius-Schützenbruderschaft Unterbeberich hat am Wochenende mit ihrem Schützenfest die „Kirmessaison“ von Alt-Viersen eröffnet. Das Besondere: Erstmals regierte hier mit der Gladbacherin Carolin Weenen in der 356-jährigen Geschichte der St.-Remigius-Bruderschaft im Unterbeberich eine Königin.

Ihr Vater, Offizier und Hauptmann, Hartmut Weenen, fing als Jugendlicher in den 1970er-Jahren in der Königsgarde der St.-Remigius-Bruderschaft an. Tatkräftige Unterstützung erhielt sie durch ihre Mutter Martina Weenen (Kiwi) und Schwester Annika (Dragonerin).

Das „Schützenkind“ Carolin Weenen war schon Jungschützenprinzessin und Bezirksjungschützenprinzessin. Ihr Wunsch wurde immer größer, Königin zu werden. Kurzerhand bildete sie das königliche Trio mit ihren Ministerinnen Nadine Dörenkamp und Rebecca Geuen. Das Vereinsheim an der Weiherstraße wurde mit Einverständnis des Oberbebericher St.-Hubertus-Präsidenten Hans Willi Pergens „ausgeliehen“. Unter dem Motto „Wir sind Beberich“ verwandelte sich die Königsburg unter weiblicher Regie in eine schmucke Kurzzeitresidenz. Für den Umzug durch die Sektion legten die Ministerinnen ihre Dragoneruniform an – die Königin fuhr in der Kutsche mit (in einer früheren Artikelversion hatte gestanden, dass die Königin aus Krankheitsgründen gefehlt habe, die Redaktion). Beim Umzug durch die Sektion machten die Heimer St.-Mathias-Schottengruppe sowie der Jägerzug, die Überflieger und Weißen Husaren der St. Josefs und Gereon Krefelder Straße sowie die Roten Husaren und diverse Gruppierungen der Schwesterbruderschaft St. Hubertus Oberbeberich mit. Die Kiwis sind bei der St.-Remigius-Bruderschaft nicht mehr wegzudenken. Da die Farbe ihrer Jacken an eine Kiwi-Frucht erinnert, war der Name der Gruppe schnell klar: „die Kiwis“. Seitdem sind die mittlerweile 18 Damen als eigenständige Gruppe in die Bruderschaft eingefügt. Silke Zwahr ist dieses Jahr ihre „Oberkiwi“. Bei der Kranzniederlegung zitierte stellvertretender Bürgermeister Hans-Willy Bouren ein slawisches Sprichwort: „Es sind die Lebenden, die den Toten die Augen schließen. Es sind die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen.“

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