Schüler aus dem Kreis Viersen treten bei der Mini-Fußball-WM bis Mittwoch in Viersen gegeneinander an

Schulaktion : Schüler kicken bei der Mini-WM

In Viersen müssen Fußballfans nicht mehr bis zur Weltmeisterschaft warten, um spannenden Fußball zu sehen. Bei der Mini-WM treten jetzt 32 Teams aus 27 Schulen aus dem Kreis Viersen in Ländertrikots gegeneinander an.

Auf der großen Rasenfläche vor dem Stadion am Hohen Busch geht es international zu. Allerdings nur farblich und nicht sprachlich. Ob Spieler mit den Landesflaggen von Japan, Polen, Belgien oder England auf den T-Shirts – sie alle sprechen dieselbe Sprache, und sie alle haben auch das gleiche Ziel: Die Schüler aus dem Kreis Viersen möchten in die Finalrunde. Die Vorrundenspiele der Fußball Mini-Weltmeisterschaft sind auf dem Rasenplatz der Sportanlage angelaufen.

Max, der beim Schwedenspiel alleine für vier Tore gesorgt hat, ist sich sicher, dass man gegen Mexiko, gewinnen wird. „Ich finde es gut, dass wir über das Land, das wir hier heute vertreten, einiges erfahren haben“, sagt der Schüler. Jede Grundschule hatte nämlich von zwei Schülern des Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasiums vorab Besuch. „Unsere Schüler haben als Paten die teilnehmenden Schulen mit Informationen über das jeweilige Land versorgt. Es geht auch darum ein Land und seine Kultur kennenzulernen“, sagt Nobert Kox vom Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium. 32 Schulmannschaften von 27 Schulen aus dem Kreis Viersen gehen an den Start. Der erste Tag der Mini-WM gehört den Grundschulen. Die vom Ausschuss für Schulsport im Kreis Viersen und dem Stadtsportverband organisierte Veranstaltung, die das Erasmus von Rotterdam Gymnasium ausrichtet, begeistert die jungen Spieler und die Besucher gleichermaßen. Auf gleich vier Spielfeldern fliegen die Bälle, während Besucher jeden Platz einrahmen und anfeuern.

Beim Spiel Deutschland gegen Mexiko scheint das Anfeuern durch die Schüler der Paul-Weyers-Schule Boisheim bestens zu funktionieren. Die Mannschaft im deutschen Trikot fegt die Spieler von der Katholischen Grundschule Zweitorstraße, die in den Farben Mexikos angetreten sind, mit einem 10:0 vom Feld. „Mal sehen, wie es gleich beim nächsten Spiel gegen Südkorea aussieht“, sagt Sportlehrer Artur Gresiak, der vorab eigens eine Ball-AG ins Leben gerufen hat. Beim zweiten Spiel heißt es Paul-Weyers-Schule gegen Paul-Weyers-Schule. Die Boisheimer Dependance tritt gegen den Dülkener Hauptschulstandort an, der als südkoreanische Mannschaft startet. Südkorea hat gerade 6:3 gegen die Schweden von der Remigiusschule gewonnen.

Dass sich das Thema in die verschiedenen Fächer an den Grundschulen hineinzieht, verdeutlicht die Paul-Weyers-Schule Boisheim. „Wir haben unsere Trikots im Kunstunterricht gemacht“, berichtet Kox. Man habe zudem Flaggen und Fahnen in den Landesfarben hergestellt, ergänzt Konrektorin Heidrun Flöth. Spiel folgt auf Spiel. Es wird nach dem gleichen System wie bei der Weltmeisterschaft gespielt.

Schüler, Lehrer und Eltern stehen am Rand und feuern an. Es wird getrommelt und gepfiffen. Mit selbst gemaltem Plakat stehen auch Tamara und Johanna am Spielfeldrand. Die KGS Bracht ist Kolumbien. „Die Mini-WM ist für alle eine Riesenspaß“, lobt Carmen Bloemen, die nicht nur Sportlehrerin an der Brachter Grundschule ist, sondern auch die Fußball-AG leitet.

Einst steht fest: Was die große WM ab dem 14. Juni bringen wird, brachte die Mini-WM schon gestern und zwar jede Menge Sport, Spannung und Spaß.