Brüggen: Schnorchelnde "Flipper" mit Begeisterung in ihrem Element

Brüggen : Schnorchelnde "Flipper" mit Begeisterung in ihrem Element

Mit einem neuen Angebot ist das Hallenbad Brüggen auf große Begeisterung gestoßen. Zum Schnuppertauchen meldeten sich zehn Mädchen und drei Jungen sowie 14 Erwachsene an.

Die Kinder machen ihren "Flipper", den kleinen Tauchschein. Auch in den Ferien macht ihnen das ABC-Lernen riesig Spaß, denn bei Hermann Krücken geht es ums ABC-Tauchen. An vier Tagen in der Woche scharen sich morgens die 13 Sechs- bis 13-Jährigen erwartungsvoll um den Schwimmmeister und den erfahrenen Tauchlehrer Dieter Mangen, um Unterwasser-Zeichen kennen zu lernen oder eine Einführung ins Gerätetauchen zu erhalten. Mit Flossen, Schnorchel und Taucherbrille paddeln sie durchs Becken und machen sich fit für das Flipper-Abzeichen. Zeit- und Streckentauchen gehören zum Ferienkursus.

Entspannt im Wasser treiben

Hermann Krücken hat im Februar selbst bei dem erfahrenen Tauchlehrer Dieter Mangen, früher Schwimmmeister im Kaldenkirchener Bad, den Tauchschein gemacht und peilt jetzt die "zwei Sterne" an, die dazu berechtigen, Taucher-Gruppen zu führen. "Das Schöne am Tauchen ist: Ich bin total entspannt, höre kein Handy, kein Kindergeschrei", sagt Krücken, bei dem 14 Erwachsene im Abendkursus ebenfalls den Tauchschein anstreben. Auch diese "Schnuppertaucher" genießen es, entspannt im Wasser zu treiben, aber Krücken mahnt das Sicherheitsbewusstsein an: "Man muss auf der Hut sein — unter Wasser kann ich nicht den ADAC anrufen!" So erklärt er, warum es wichtig sein kann, einen zweiten Taucher an der Seite zu haben. Und vor dem Tauchgang sollte jeder in seinen Körper hineinspüren: Fühle ich mich heute wohl?

"Vier Bahnen schnorcheln: Maske aufsetzen, Hände vorne", gibt Hermann Krücken das Kommando, und die Kinder paddeln los. "Sie können schon tief tauchen und 15 Sekunden unten bleiben", erklärt Dieter Mangen mit ein wenig Stolz auf seine Schützlinge. Julia (8) schwimmt ganz professionell im schwarzen Neoprenanzug. "Zu wenig Blei, die schwimmt noch", stellt Krücken fachmännisch fest und steckt zwei weitere Bleistücke in die Weste, die eine fünf-Liter-Sauerstoffflasche und neben dem schwarzen Lungenautomaten noch ein gelbes Ersatz-Mundstück trägt. Um die zwölf Kilo wiegt das Ganze.

Julia nimmt das Mundstück, formt wie Hermann Krücken mit Daumen und Zeigefinger das ok-Zeichen, dann senkt Krücken den Daumen: abwärts! Ob das Spaß macht? Ein breites Lächeln und strahlende Augen sind Antwort genug. Angst vor dem ungewohnten Atmen hat Julia nicht: "Das haben wir schließlich alle vorher geübt." "Zu Hause im Pool war Julia mehr unter als über Wasser", erzählt ihre Mutter Susanne Korbstein, die mit ihrem Mann beim Afrika-Urlaub den Tauchschein gemacht hat. Günther Korbstein freut sich schon: "Wir gehen demnächst alle zusammen bei Roermond tauchen."

(RP)