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Schlagzeuger Ron Schlüter von der Schautermann-Tillies-Jazzband gestorben

Trauer in Viersen : Schautermann-Schlagzeuger: Trauer um Ron Schlüter

Es soll ein Gedenkkonzert geben, ein Termin dafür steht aber noch nicht fest.

Die Schautermann-Tillies-Jazzband hat ihren langjährigen Schlagzeuger verloren: Ron Schlüter ist vor einigen Tagen nach kurzer Krankheit im Alter von fast 80 Jahren gestorben. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt; ein Gedenkkonzert soll bei einer Trauerfeier nach Abklingen der Coronavirus-Pandemie folgen, sagte Band-Leader Winfried Faust.

Der Viersener Schlüter war vor rund 40 Jahren zu der Gruppe gestoßen, die 1966 in Dülken als „Fooltown Jazzband“ gegründet wurde – die Narrenmühle stand nicht weit. Über „Mannis Mittwochsband“ kam es zu „Schautermann Tillies“, als sich der Duke-Ellington-Song „Shout ’em Aunt Tillie“ als Erkennungsmelodie der Band durchgesetzt hatte. Für die Verballhornung fand sich auch noch eine deutsche Erklärung: Ein Schauter ist ein „Schlitzohr“ oder „Schalk“. Am Niederrhein und in den Niederlanden hat die Band begeisterte Fans. Bekannt ist vor allem der Weihnachtsjazz „Nun jazzet und seid froh“.

Schlüter machte nach dem Volkswirtschaftsstudium Karriere bei der Bundeswehr bis zum Oberst der Reserve, dann in der Verwaltung. Er war zuletzt, bis Anfang der 2000er Jahre, stellvertretender Chef des Presseamtes der Stadt Krefeld. Ihm lag die Verständigung mit den Niederländern am Herzen; so arbeitete er viele Jahre im Ausschuss Öffentlichkeitsarbeit der Euregio Rhein-Maas-Nord mit.

(mm)