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Sargbestattungen sind in Viersen preiswert

Friedhofsgebühren in Viersen : Sargbestattungen sind in Viersen preiswert

Die Friedhofsgebühren für Erdbestattungen liegen in der Kreisstadt rund ein Viertel unter dem NRW-Schnitt. Das geht aus einer Erhebung des Bundes der Steuerzahler hervor. In einem anderen Punkt ist Viersen aber teurer.

Sargbestattungen in Viersen sind deutlich preiswerter als im NRW-Schnitt, Urnenbestattungen leicht teurer. Das ist das Ergebnis einer Erhebung des Bundes der Steuerzahler NRW, der die Friedhofsgebühren von 57 Städten mit mehr als 60.000 Einwohnern untersuchte.

Am teuersten ist demnach eine Sargbestattung mit 5396 Euro in Gladbeck (Grabnutzung 33 Jahre), am günstigsten mit 1848 Euro in Hagen (Nutzungszeit 30 Jahre). Der NRW-Durchschnitt für eine Sargbestattung liegt bei rund 3118 Euro.

In Viersen liegen die Kosten laut Bund der Steuerzahler bei 2298 Euro – das sind 26 Prozent weniger. Im Vergleich untersuchte der Bund die Gesamtgebühren, bestehend aus Grabnutzungs-, Bestattungs- und Trauerhallengebühr. In Viersen kostet die Grabnutzungsgebühr 1650 Euro, die Bestattungsgebühr beträgt 512 Euro, die Nutzung der Trauerhalle schlägt mit 136 Euro zu Buche.

Ähnlich gravierende Preisunterschiede gibt es laut Steuerzahlerbund bei einer Bestattung im Urnenreihengrab. In dem Bereich liegt die Stadt Viersen mit Gesamtkosten von 1377 Euro leicht über dem NRW-Schnitt von 1340 Euro. In Dorsten werden 1875 Euro fällig. Ruhefrist: 30 Jahre. Eine solche Bestattung kostet in Gütersloh 531 Euro. Ruhefrist: 25 Jahre.

„Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie die Kommunen die Belastung der Angehörigen senken können“, sagt Rik Steinheuer, Vorsitzender des Bundes der Steuerzahler: „Ein Teil der Unterhaltungskosten für Friedhöfe ist aus dem kommunalen Haushalt zu bezahlen, denn Friedhöfe sind immer auch Oasen der Ruhe und Erholung, die dadurch wie Parkanlagen als Bestandteil des Stadtgrüns gelten.“ So verfährt die Stadt Viersen bereits. Steinheuer: „Unbelegte Gräberflächen, die ,auf Vorrat’ gehalten werden, sind ebenfalls wie öffentliches Grün aus dem kommunalen Haushalt zu finanzieren.“ Freilich:Die Gebühren würden dadurch zwar sinken, die Steuerlast für die Allgemeinheit allerdings ansteigen.