Sanierung des Kirchturms in Brüggen-Bracht dauert von Juni bis Ende September

Sanierungsarbeiten : Brachter Kirchturm wird saniert

Die Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt in Brüggen-Bracht wird von Juni bis September saniert. Das Baugerüst steht schon. Während der Arbeiten ist der Durchgang über den Kirchplatz an Werktagen teilweise gesperrt.

Die Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt in Brüggen-Bracht wird bald nicht mehr zu erkennen sein. Zumindest aus der Ferne. Denn dort, wo sonst das hellgrüne Dach des Kirchturms noch in allen fernen Ecken zu erspähen war, wird nur noch ein graues Konstrukt aus Stangen und Leitern auszumachen sein. Noch lugt der Kirchturm aus dem Gerüst hervor, nächste Woche aber soll er vollständig eingekleidet sein.

Der Brachter Kirchturm hat ein neues Gewand. Vorübergehend. Denn für die anstehenden Sanierungsarbeiten in luftiger Höhe wird an mehreren Ecken gewerkelt. „Die größte Baustelle ist der Turm“, sagt Franz-Josef Kaumanns, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands. Er koodiniert mit den anderen Mitgliedern des Kirchenvorstands die Renovierungsarbeiten. Unterstützung erfährt die Gemeinde von dem Architektenbüro Dewey und Blohm-Schröder aus Viersen. „Die Leitern im Turm sind verschlissen und müssen dringend erneuert werden“, erklärt Kaumanns.

Damit die Arbeiten überhapt starten können, muss der Kirchturm zunächst sorgfältig eingekleidet werden. „Wir brauchen zwei bis drei Wochen, bis der Kirchturm komplett eingerüstet ist“, sagt Anne Schröder vom Pfarrbüro. Anfang kommender Woche soll das komplette Gerüst über die Kirchturmspitze hinaus stehen. Denn auch das Kreuz muss erneuert werden. Es wird samt Hahn abgenommen und am Boden erneuert, bevor es wieder an seinem Platz angebracht wird.

Zuletzt wurde der Brachter Kirchturm vor 30 Jahren neu gefugt, seine gesamte Eindeckung ist schon 60 Jahre alt. Das schreit nach einer Auffrischung. „Es gibt schon so einige Schadstellen im Uhren- und Glockenbereich“, sagt Kaumanns. Eine akute Gefahr drohe aber nicht, versichert der Kirchenvorstandsvorsitzende. Vor vier Jahren war das anders, da musste die angerostete Turmspitze bereits erneuert werden.

Es scheint fast so, als sei die Brachter Kirche und ihre Umgebung ein Dauerpatient. Vor einem Jahr wurde der Spatenstich für das neue ökumenische Pfarrheim gesetzt. Der eingeschossige Neubau wurde im Zuge des Dorfinnenentwicklungsplanes (DIEP) umgestaltet. Das Ziel von DIEP ist es, das Zentrum des Ortsteils Bracht aufzuhübschen. Die Umgestaltung des Vorplatzes des ehemaligen Rathauses und die Neugestaltung des Bischof-Dingelstad-Platzes waren die Pilot-Projekte. Das an das neue Pfarrheim angrenzende Pfarrhaus steht unter Denkmalschutz.

Auch beim Umbau des Pfarrheims war das Architektenbüro aus Viersen am Werk. Beste Vorraussetzungen also für eine gute Zusammenarbeit bei den neuen Sanierungsarbeiten. Neben den Arbeiten am Kirchturm werden auch Mauerschäden am Außenbereich von St. Mariä Himmelfahrt behoben. „Besonders starkt merkt man die Schäden im Kirchdach, da regnet es schon mal durch“, sagt Kaumanns. Und die Kirchbesucher sollen schließlich nicht im Regen sitzen. Insgesamt 450.00 Euro betragen die Kosten der Reparaturarbeiten für diesen Sommer. Zwei Drittel davon übernimmt das Bistum Aachen, ein Drittel trägt die Kirchengemeinde selbst.

Im Juni können die Dachdecker dann endlich loslegen – wenn das gesamte Gerüst steht. Bis Ende September haben sie Zeit, St. Mariä Himmelfahrt neuen Glanz zu verleihen. Im Herbst spätestens sollten die Bauarbeiten beendet sein und die Brachter Kirche kann wieder aus der Ferne schimmern.

Das Pfarrbüro weist darauf hin, dass während dieser Zeit der Zugang zur Brachter Kirche nur über die Schulstraße möglich ist. Zweitweise könne die Kirche auch über den Kirchplatz erreicht werden, sagt Schröder. Weitere Informationen und Neuigkeiten zum Fortschritt der Bauarbeiten sind dem Pfarrbrief zu entnehmen.

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