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Rheinlandtaler für einen begnadeten Schnitzer aus Brüggen-Born

Würdigung für Herbert Karner : Rheinlandtaler für einen begnadeten Schnitzer

Der 81-jährige Herbert Karner, Schnitzer, Heimatfreund, Bruderschaftler und Borner, hat im Bereich Kultur den Rheinlandtaler im Landeshaus Köln-Deutz des LVR Rheinland erhalten. In den 45 Jahren der Vergabe ging die Auszeichnung nicht oft nach Brüggen

Herbert Karner (81), Schnitzer, Heimatfreund, Bruderschaftler und Borner, hat im Bereich Kultur den Rheinlandtaler im Landeshaus Köln-Deutz des LVR Rheinland erhalten. In den 45 Jahren der Vergabe ging die Auszeichnung nicht oft nach Brüggen, Karner ist der erste Borner in der Sparte Kultur.

Viele Wegbegleiter, Nachbarn, Vereinsvertreter und Angehörige begleiteten ihn zur Feierstunde. Mit dabei war auch Heike Höltken, die stellvertretende CDU-Landrätin des Kreises Viersen, Brüggens SPD-Vize-Bürgermeister Udo Rososki und Brüggens Altbürgermeister Gerhard Gottwald. „Sie haben durch Ihr ehrenamtliches kunsthandwerkliches Engagement Orts- und Heimatgeschichte sowie Tradition und Identität erfahrbar und erlebbar gemacht. Ihr Werk wird Zeiten überdauern und das Gesicht der Ortschaften in Zukunft prägen“, sagte Ursula Mahler, stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland. Es geht bei der Vergabe des Rheinlandtalers um Anerkennung, Dank und Wertschätzung für den persönlichen Einsatz für die Kultur im Rheinland. Das habe Herbert Karner eindrucksvoll bewiesen.

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Mahler hob die außergewöhnliche Schnitzkunst von Karner hervor, der damit als Vertriebener aus Schönau/Oberschlesien seine alte Heimat nicht vergaß. Für seine jetzige Heimat Born schuf er schön eingerahmte Schaukästen, den imposanten Eingang zur Festwiese beim Schützenfest. Er machte sich Born zur Heimat. „Sie haben einen großen Teil dazu beigetragen, dem Ort ein Gesicht zu verleihen, eine Gestalt, was ihn für so viele zur unverwechselbaren Heimat werden lässt“, so Mahler.

Der gelernte Schnitzer schuf das Jubiläumsschild zum 25-jährigen Bestehen „Singen am Borner See“ des Kirchenchores Cäcilia Born mit dem Hinweis „Sing- und Musizierplatz“. Es steht Richtung Pfarrkirche St. Peter Born mit dem Spruch „Grüß Gott mit hellem Klang“. Er selbst gehört dem Kirchenchor bereits seit mehr als 60 Jahren an. Karner schnitzte auch den Vogel für das Königsschießen, der viel zu schade war. Spuren seines Kunsthandwerks finden sich auch in Schönau mit der Gedenktafel mit dem Hinweis „Szonów“ mit dem alten Schönauer Amtssiegel. Heimat kann ein Symbol sein, etwa in Form eines Baumes. In Born ist das etwa an der Josefssäule der Fall, wo Karner eine Eiche aus seinem Geburtsort Schönau setzte.