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Brüggen: Rettung für Wanderweg am Borner See

Brüggen : Rettung für Wanderweg am Borner See

Bedroht ist die beliebte Strecke, die am Gewässer entlang führt. Auf der Seite zum Dorf höhlen die Wellen das Ufer aus. Schwalmverband, Burggemeinde und Heimatfreunde wollen nun gemeinsam das Ufer sichern

Dort, wo die Wellen des Borner Sees ans Ufer schlagen, wird das Ufer unterhöhlt und bricht weg. Dadurch droht der See auf der Seite zum Dorf hin zu verlanden. Auf diese Gefahr wies der Ehrenvorsitzende des Angelsportvereins Schwalmfreunde Brüggen, Reinhold Amende, die Heimatfreunde St. Peter Born mehrfach hin, die daraufhin eine Initiative zur Rettung des Ufers starteten. Betroffen ist der beliebte Wanderweg, der Ausflüglern entlang des Gewässers einen schönen Blick auf den See und die umgebende Landschaft gewährt.

Die Heimatfreunde St. Peter Born sind in Sorge, dass der See komplett verlanden könnte. Doch diese Gefahr besteht nicht. "Das Gewässer ist nicht in Seenot", betonte Thomas Schulz, Geschäftsführer des Schwalmverbands, jetzt bei einer Informationsveranstaltung zur Zukunft des Borner Sees in Born.

Als der See vor mehr als 40 Jahren wieder ausgebaggert wurde, war er drei Meter bis 3,50 Meter tief. "Er hat mit zwei Metern immer noch eine erhebliche Wassertiefe. Das Gewässer befindet sich in einem guten ökologischen Zustand", stellte Schulz klar und gab die Richtung für die Zukunft vor: Entwicklungsziel sei ein naturnahes Fließgewässer.

Zwei Brücken trennen das Gewässer. Während der hintere Teil wieder der Natur übergeben wird, soll der vordere Teil weiterhin ein Anziehungspunkt für Touristen bleiben. Die Heimatfreunde, der Schwalmverband und die Burggemeinde Brüggen wollen nun alle Hebel in Bewegung setzen, um zu verhindern, dass der Wanderweg ganz verschwindet. Betroffen ist das Ufer an der Dorfseite auf einer Länge von 200 Metern entlang des Sees. Im ersten Bauabschnitt soll auf maximal 40 Metern eine neue Böschung angelegt werden, diese Maßnahme wird voraussichtlich in vier Jahren abgeschlossen sein. Der Schwalmverband übernimmt die wasserbaulichen Arbeiten, legt mit Steinwalzen und Vegetationsfaschinen die Basis, um das Ufer zu befestigen. Zusätzliche Geräte stellt der Bauhof der Gemeinde. Die Heimatfreunde füllen das Gelände mit Erde auf und kümmern sich um die Bepflanzung. Damit das zarte Grün nicht gleich den Enten zum Opfer fällt, wird der neu angelegte Bereich durch einen Zaun geschützt.

Die Genehmigungsgremien haben für die Maßnahme schon grünes Licht gegeben, die Burggemeinde hat für die Arbeiten 25.000 Euro in ihren Haushaltsplan aufgenommen. "Mit dieser Art von Zusammenarbeit machen wir eine ganz neue Erfahrung. Darauf bin ich sehr gespannt", sagte Schulz. Bauamtsleiter Dieter Dresen erinnerte an andere Kooperationen in der Vergangenheit: "Bei der Dorfentwicklung zeigten die Borner eine große Eigeninitiative."

Die Arbeiten sollen in den kommenden Wochen beginnen, wenn es das Wetter zulässt. Uwe Schaeben, Vorsitzender der Heimatfreunde, appellierte an die Besucher des Informationsabends: "Es wäre schön, wenn wir euch mit ins Boot holen könnten. Wir können bei unseren Arbeiten jede Hilfe gebrauchen." Die Heimatfreunde wollen rechtzeitig bekanntgeben, wann der Einsatz beginnt.

(RP)