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Renovierungsarbeiten in der Pfarrkirche St. Remigius Viersen sind beendet

Viersen : Pfarrkirche St. Remigius neu eröffnet

Seit Mai war das Gotteshaus für Renovierungsarbeiten geschlossen. Für die Innenaustattung wurde ein Konzept erstellt, das den Kirchenraum in seiner ruhigen Wirkung unterstützen soll. Neu ist auch die Beleuchtung.

Die Renovierungsarbeiten in der Pfarrkirche St. Remigius sind abgeschlossen. Das Gotteshaus ist wieder für Besucher geöffnet. „Die Remigiuskirche hat ein neues Gesicht bekommen“, sagte die Architektin Birgit Dewey bei der feierlichen Eröffnung. „Kein ganz neues Gesicht, aber eines, das einen Weg von der heutigen Zeit in die Zukunft zeigt und das beides gut miteinander verbindet.“

Im Januar war der Kirchenvorstand noch davon ausgegangen, dass die Bauarbeiter erst 2019 anrücken. Das Bischöfliche Generalvikariat in Aachen hatte zweckgebunden Mittel zugesagt – die waren nun doch schon 2018 abrufbar. Den restlichen Teil der Kosten trägt die Kirchengemeinde als Bauherr. Die Gesamtsumme liegt im sechsstelligen Bereich, man sei bei der Sanierung im finanziellen Rahmen geblieben, sagt Pfarrer Roland Klugmann. Damit noch im April Erstkommunion in St. Remigius gefeiert werden konnte, begannen die Arbeiten erst im Mai. Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen wurden während der Renovierung in andere Kirchen verlegt.

Die Ausstattungsgegenstände wurden neu positioniert. Foto: Kath. Pfarrgemeinde St. Remigius

Zuletzt waren viele Wände in dem spätgotischen Bau vor allem eins: grau. An manchen Stellen hatten sich Wasser-, Rußflecken und Risse gebildet. Auch die massigen Pfeiler waren stark angegraut. Nun erstrahlt die Kirche in neuem Licht: So wurden die mehr als 70 einzelnen Pendelleuchten in zehn Ringleuchtern zusammengefasst. Bisher erzeugten die vielen Pendelleuchten eine optische Raumtrennung zu den Gewölben, welche durch die Blendung und Verschattung kaum wahrnehmbar waren; nun öffnet sich der Kirchenraum in seiner ganzen Höhe bis zu den Gewölben. Zahlreiche Einbauten und Gegenstände, die sich in den vergangenen 30 Jahren nach und nach angesammelt hatten, kamen auf den Prüfstand und wurden aussortiert oder ersetzt. Die neue Ausstattung ist bewusst schlicht und zurückhaltend konzipiert worden, um dem Kirchenraum mehr Platz zu geben.

Auch die Ausmalung ist neu: „Durch die bisherige Ausmalung teilte sich die Kirche in ein Unten und Oben“, sagte die Architektin. „Die mächtigen Basaltsäulen standen wie Solitäre im Raum.“ Durch die Fortsetzung der tragenden Architekturglieder im Basaltton, erhalte der Raum seine vertikale Betonung zurück. „Der Kirchenraum streckt sich in Richtung der Ziegelgewölbe. Der neue, helle Grundanstrich lässt die Rippen und Bögen besser hervortreten.“

Pfarrer Klugmann ist sehr zufrieden. „Es lief zeitlich und von der Umsetzung sehr gut“, sagt er. Ihm gefällt das neue Lichtkonzept: „Vorher konnte man nur bis hoch zu den Lampen sehen, darüber wurde es dunkel. Jetzt kann man die 17 Meter der gotischen Kathedrale auch wahrnehmen.“

(rp)