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Rechenzentrum Niederrhein jetzt mit 20-facher Bandbreite

Corona im Kreis Viersen : Rechenzentrum jetzt mit 20-facher Bandbreite

Im Zuge der Corona-Krise nahm die Nutzung der Leitungen „explosionsartig zu“, erklärte ein Sprecher. Die Folge: Es kam zu Ausfällen bei den Angeboten für Schulen und E-Mails wurden nur sehr langsam weitergeleitet.

Die Daten-Engpässe beim Kommunalen Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) sind seit dem Wochenende passé. An dem Rechenzentrum hängen nicht nur die Gemeinde- und Stadtverwaltungen im Kreis Viersen, sondern auch die von rund 30 weiteren Kommunen am Niederrhein. Daneben stellt das Rechenzentrum Infrastrukturdienste für die Polizei und die Landesverwaltung bereit.

Als Folge der Corona-Pandemie hatte sich in den vergangenen Wochen die Belastung der Internetanbindung im Rechenzentrum dramatisch erhöht, kam es zu Problemen. „Erste Ausfälle wegen zu geringer Bandbreite betrafen die KRZN-Angebote für Schulen“, erklärte KRZN-Sprecher Kaspar Müller-Bringmann damals. „Die Last ist sehr kurzfristig auf ein Vielfaches der üblichen Betriebslasten angewachsen, so dass die Dienste nur noch sehr langsam reagierten und Anmeldungen teilweise nicht möglich waren.“ Das habe auch den Versand von E-Mails betroffen. Die Nutzung der Leitungen habe „explosionsartig zugenommen“, sagte der Sprecher. Landrat Andreas Coenen, aktuell Verbandsvorsteher des Rechenzentrums, hatte sich deshalb vor gut einem Monat in einem Appell an den Telekom-Vorstand gewandt und eine höhere Bandbreite eingefordert.

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Am Sonntag habe die Telekom die Bandbreite des Rechenzentrums verzehnfacht, teilte der Kreis Viersen am Montag mit. „Wir sind froh, dass wir in enger Abstimmung mit dem Vorstand der Telekom die Bandbreitenerweiterung umsetzen konnten – und zwar in Rekordzeit“, erklärte Coenen. Bereits am 8. April sei die Anbindung des KRZN verdoppelt worden. Das Rechenzentrum zählt zu den kritischen Infrastrukturen des Landes NRW. Mehr als 16.000 Arbeitsplätze in Kreis- und Stadtverwaltungen versorgt es mit IT-Services – dazu gehören auch die kommunalen Krisenstäbe. Im Zuge der Corona-Krise werden die Onlinedienste verstärkt in Anspruch genommen. Zum einen durch die Mitarbeiter in den Verwaltungen, die im Homeoffice arbeiten. Zum anderen durch Schulen für Online-Unterricht. Aber auch von Bürgern, die digitale Dienstleistungen in Anspruch nehmen.