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Ratten getötet und in Viersen ausgestellt - Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen Kunstprofessor Gereon Krebber ein

Ratten getötet : Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen Krebber ein

Eine Tierschutzorganisation hatte den Kunstprofessor im Sommer 2018 wegen Tötung von Ratten angezeigt.

Die Staatsanwaltschaft Köln hat ihr Ermittlungsverfahren gegen den Düsseldorfer Kunstprofessor Gereon Krebber eingestellt. Krebber, der im vergangenen Jahr im Rahmen einer Kunstausstellung ein Rattenmobile in der Städtischen Galerie Viersen zeigte, war von der Tierschutzorganisation Peta angezeigt worden, nachdem er öffentlich erklärt hatte, dass er einige der in seinem Kunstwerk verwendeten Tiere selbst getötet hatte.

„Die Staatsanwaltschaft geht nach ihren Ermittlungen davon aus, dass die Tiere im Zuge der Schädlingsbekämpfung getötet wurden“, erklärte eine Sprecherin der Behörde auf Anfrage. „Dies ist straffrei.“

In der Viersener Galerie war im Juli „Ratpack III“ zu sehen – acht in Teer getränkte Ratten, die zu einem Mobile arrangiert waren. Fünf der Ratten hatte der Professor der Kunstakademie Düsseldorf nach eigenen Angaben selbst im Garten hinter seinem Haus gefangen und ausgeweidet. „Tiere zu töten und sie in einer Galerie auszustellen, hat nichts mit Kunst zu tun. Es ist ein kaltherziges Verbrechen“, sagte Peter Höffken, Fachreferent bei Peta.