Rassismus-Vorwürfe nach Kreisliga-Partie zwischen Dülkener FC und DJK Oberkrüchten

Kreisliga-Partie : Rassismus-Vorwürfe empören Oberkrüchtener

Ein Eintrag im sozialen Netzwerk Facebook sorgt seit Mittwoch in Oberkrüchten und Dülken für großen Aufruhr. Anlass ist ein Fußballspiel am Dienstagabend zwischen der zweiten Mannschaft des Dülkener FC und der DJK Oberkrüchten, das die Oberkrüchtener auf der DFC-Anlage im Stadtgarten deutlich mit 5:2 gewannen.

Für die beiden schlecht in die Saison gestarteten Mannschaften ging es um viel, deswegen soll es am Spielfeldrand auch sehr emotional zugegangen sein. Doch laut des ausführlichen Facebook-Posts von der DFC-reserve sollen die Grenzen der beim Fußball üblichen Emotionen von einigen DJK-Fans weit überschritten worden sein. Dort werden ihnen heftige rassistische Beleidigungen vorgeworfen.

Zwar werden den Oberkrüchtenern in dem Post zunächst eine überharte Spielweise angekreidet und schwere Anschuldigungen gegen einen privat anwesenden Schiedsrichter erhoben, doch zentrale Absicht der Veröffentlichung ist es offenbar, das vermeintliche Fehlverhalten einiger Oberkrüchtener Anhänger anzuprangern. Die, so der Post, seien in der Vergangenheit schon mal negativ aufgefallen. Zwei DJK-Verantwortliche werden dagegen eher lobend erwähnt, weil sich der Trainer per Handschlag verabschiedet habe und ein Betreuer in die Kabine gekommen sei, „um sich freundlich zu verabschieden“. Einer der in Dülken anwesenden DJK-Veranwortlichen war Vorsitzender Thomas Engels, der die erhobenen Vorwürfe schon bei Facebook als Lüge bezeichnete und dies auch auf RP-Nachfrage bestätigte: „Diese Äußerungen sind definitiv nicht gefallen. Ich stand in unmittelbarer Nähe unserer Zuschauer, darunter vier weitere Vorstandsmitglieder von uns. Wenn es so etwas gegeben hätte, wäre ich dazwischen geflogen.“ Engels betont, dass er geschockt sei, weil ganz Oberkrüchten mit diesen Vorwürfen in Verruf gebracht werde. Am Donnerstagabend hat sich der DJK-Vorstand noch getroffen, um über eine angemessene Reaktion zu beraten.

Genauso machen es die Dülkener, wie auf RP-Nachfrage der Sportliche Leiter Thomas Würde erklärte. „Wir werden das ruhig und besonnen angehen, damit die beiden Vereine nicht noch schwereren Schaden davontragen“, sagte Würde. Er selbst war zwar nicht dabei, dafür aber die erst am Montag zur Vorsitzenden gewählte Manuela Krienen. Also gleich eine explosive Gemengelage für die erste Frau an der Spitze in der Geschichte des Dülkener FC.