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Prozessauftakt am Landgericht Mönchengladbach: Pfleger aus Viersen wegen Totschlags angeklagt

Prozessauftakt nach Vorfall in Viersen : Pfleger soll Patient getötet haben

Ein Pfleger aus Viersen ist wegen Totschlags angeklagt. Der Prozess am Landgericht Mönchengladbach beginnt am 26. April.

Ein ehemaliger Pfleger der LVR-Klinik in Viersen-Süchteln muss sich ab Montag, 26. April, wegen Totschlags vor dem Landgericht Mönchengladbach verantworten. Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach wirft dem Viersener vor, im April 2018 einem psychisch kranken Patienten aus dem Maßregelvollzug eine Überdosis Beruhigungsmittel verabreicht zu haben. Der Angeklagte soll dem Patienten in einer Nacht, als dieser unruhig war, ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt wiederholt das verordnete Beruhigungsmittel verabreicht haben, um ihn jeweils ruhig zu stellen. Hierbei habe der Angeklagte die verordnete Höchstdosis bewusst erheblich überschritten, führt die Staatsanwaltschaft aus. Beim Schichtwechsel am nächsten Morgen sei der Patient von einem Zeugen leblos im Bett liegend vorgefunden worden.

Der Prozess vor dem Schwurgericht beginnt um 9.15 Uhr. Es sind drei Fortsetzungstermine vorgesehen, der nächste Termin ist Donnerstag, 29. April, 9.15 Uhr.

(naf)