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Postbank schließt Filiale in Brüggen-Bracht zum 1. Juli

Dienstleistung in Brüggen : Postbank schließt Filiale in Brüggen-Bracht zum 1. Juli

Aus wirtschaftlichen Gründen gibt die Postbank ihre Filiale in Brüggen-Bracht auf. Für ihre Kunden bedeutet dies: Sie müssen weitere Wege zurücklegen, um Bankgeschäfte zu erledigen.

Noch gibt es eine Filiale der Postbank in Bracht. Doch die Postbank will sich zum 1. Juli zurückziehen. Dann müssten Rentner, Arbeitslose und andere Kunden mit einem Konto dort entweder nach Brüggen oder nach Nettetal-Kaldenkirchen, um Bankgeschäfte zu erledigen oder Geld abzuholen. Doch nicht jeder ist mobil.

Mit einem Hilferuf an den Bürgermeister versuchte Stephan Neubert, der neben der Lotto-Toto-Annahmestelle die Postbank und die Poststelle in Brüggen-Bracht betreibt, die Kündigung der Postbank zu verhindern. Bürgermeister Frank Gellen (CDU) schrieb an den Vorstand der Deutschen Post DHL Group und bot ein Gespräch an. Die Antwort war ernüchternd. „Man verwies auf wirtschaftliche Gründe sowie die Situation in der Bankenbranche. Es gebe keine Alternative zu dem Rückzug aus Bracht“, so Gellen.

Stephan Neubert hätte einen Deal mit der Postbank eingehen können. Wenn er selbst der Post gekündigt hätte, wäre die Postbankfiliale noch ein paar Monate länger in Bracht geblieben. Mit dem Weggang der Filiale bricht ihm nicht nur ein festes Standbein weg. Er denkt auch an die Brachter und sieht für sie Probleme: „Es gibt behinderte Menschen, Arbeitslose und Rentner, die alle nicht so ohne weiteres in eine andere Filiale kommen.“ Das nehme den Menschen auch noch die wenigen Kontakte, die sie vor Ort pflegen können. „Das kann man doch nicht machen“, meint er.