Viersen: Polizisten stoppen Auto mit Schuss auf Reifen

Viersen: Polizisten stoppen Auto mit Schuss auf Reifen

Zwei 27 und 65 Jahre alte Männer sind am Mittwoch vor einer Kontrolle der Polizei geflüchtet; erst ein Schuss auf einen Reifen hat sie gestoppt.

Beamte der Bundespolizei wollten gegen 14 Uhr ein Fahrzeug kontrollieren, das aus Richtung Niederlande auf der A61 fuhr. Zunächst folgte der Fahrer des Autos den Zeichen der Polizei und fuhr dem zivilen Polizeifahrzeug auf die Ausfahrt Mackenstein hinterher; dort fand die Kontrolle statt. Doch Fahrer und Beifahrer des silbernen Audi waren nicht bereit, mit den Beamten zu sprechen, sie verriegelten das Auto und fuhren von der Anhaltestelle weg. Dabei sollen sie die beiden Polizisten gefährdet haben, worauf einer der Beamten einen gezielten Schuss auf einen Reifen des flüchtigen Autos abgab. So gelang es den Einsatzkräften, die Männer auf der Landstraße zu stellen und vorläufig festzunehmen. Die beiden gaben an, die Polizisten nicht als Einsatzkräfte erkannt zu haben und aus Furcht vor einem Überfall geflüchtet zu sein. "Bei Zivilkräften ist das Risiko, die Beamten nicht sofort zu erkennen, natürlich immer vorhanden", sagt Antje Heymanns, Sprecherin der Polizei in Viersen.

Die Kripo Viersen ermittelt jetzt wegen des Verdachts des Widerstands und der Nötigung. Erste Betroffene wurden bereits vernommen. Die Beschuldigten befinden sich nicht in Haft. Nach der Befragung aller Beteiligten soll der Fall der Staatsanwaltschaft vorgelegt werden, die über den weiteren Verlauf entscheidet.

(juz)