Kreis Viersen: Polizei will künftig häufiger kontrollieren

Kreis Viersen: Polizei will künftig häufiger kontrollieren

Der Kreis Viersen vermeldet für 2009 erneut einen Rückgang der angezeigten Straftaten. Wie die Pressestelle der Polizei gestern mitteilte, ist dies nicht nur ein kurzes Schlaglicht, sondern ein mehrjähriger Trend. So sind etwa 6000 Straftaten weniger zu verzeichnen als 1999. Im Zehn-Jahresvergleich hat der Kreis erstmals die Schwelle von 20 000 Straftaten unterschritten. Doch nicht nur die Zahl der Straftaten beeinflusst die Sicherheit, es ist auch die Aufklärungsquote: Diese liegt bei mehr als 55 Prozent – das ist der zwölfte Platz in Nordrhein-Westfalen.

Deutlich ruhiger ging es laut Polizei im vergangenen Jahr auf dem Drogenpfad zwischen Kaldenkirchen und Venlo zu. Trotzdem ist die Behördenleitung überzeugt, dass die Arbeit dort weiterhin notwendig ist, um den "zufriedenstellenden Status Quo" an der Grenze erhalten zu können. Gleichzeitig fordert die Polizei, dass bei der Kriminalprävention früh eingesetzt werden muss: "Kinder sollen und müssen lernen, ,Nein' zu sagen auch gegenüber Erwachsenen, denn nur so werden sie stark genug, sich abzugrenzen von Missbrauch, Mobbing, Drogen und letztlich auch davon, Straftaten zu begehen." Im besonderen Fokus der Kreispolizeibehörde stehen künftig die Jugendlichen, mit denen sie sich noch intensiver als bisher beschäftigen will.

Das Ziel: Präventionsbemühungen aber auch schnelles und konsequentes Handeln bei Fehlverhalten schon vor der Schwelle zu einer Straftat. "Grenzüberschreitungen" in den Bereich der Kriminalität geschehen – so die Experten – in diesem Alter häufig bei Diebstahlsdelikten. Hier soll ein Schwerpunkt operativer Maßnahmen gesetzt werden. Erfahrungen zeigen, dass Kontrolldruck nicht nur im Bereich des Straßenverkehrs wirkt, sondern auch zur Ermittlung von Straftätern insbesondere bei Eigentumsdelikten führt.

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(RP)