Pfingsten in Brüggen Viel Musik, weniger Besucher beim Markt

Brüggen · Der Regen fiel zwar etwas geringer aus als vorhergesagt, dennoch war es beim Pfingstmarkt in Brüggen in diesem Jahr nicht so voll wie gewohnt. Das Programm allerdings war wieder umfangreich.

 Ingo Speh, einer der Aussteller beim Pfingstmarkt, präsentierte unter anderem diese 1,70 Meter hoge Wäscheklammer.

Ingo Speh, einer der Aussteller beim Pfingstmarkt, präsentierte unter anderem diese 1,70 Meter hoge Wäscheklammer.

Foto: Birgit Sroka

Beim diesjährigen Pfingstfest hatten am Samstag und Sonntagmittag die Besucher noch Glück, konnten in Ruhe über den Markt bummeln und stöbern. Etwas den Spaß am Pfingstmarkt-Besuch verdarb dann aber das ausgedehnte Regenfeld am späten Sonntagnachmittag. Gleichwohl: Das City-Management hatte ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm auf die Beine gestellt. Beim Fassanstich am Freitag durch die stellvertretenden Bürgermeister Udo Rosowski (SPD) und Günter Wynen (CDU) sorgte DJ Wombel für Stimmung. Es gab wie seit etlichen Jahren 20 Liter Freibier, die bei rund 500 Gästen natürlich schnell aufgezehrt waren.

Der Samstag verlief wider Erwarten trocken. „Aber so ruhig wie heute habe ich den Pfingstmarkt noch nie erlebt“, sagte einer der Aussteller. Die Besucher mussten sich zudem überraschen lassen, ob die Geschäfte in der Fußgängerzone geöffnet waren. „Die neue Citymanagerin Silke Langner wird noch mal einen Anlauf starten, um etwa bei Events für einheitliche Öffnungszeiten zu werben“, sagt Guido Schmidt von der Gemeindeverwaltung. Am Samstagabend sorgten dann Rob Sure und anschließend „Kings For A Day“ für Stimmung unter den Feierfreudigen, die sich auch von einem Platzregen nicht abschrecken ließen. Am Sonntag unterhielten das Duo Rob Collins und Paddy Boy sowie anschließend die Schröders das Publikum, am Montagnachmittag traten „Colors ae Shades“ auf.

Der Mix macht einen „Kram- und Handwerkermarkt“ interessant und so fanden die Besucher Handyhüllen, Gartendeko in Form von Schmetterlingen und Libellen, Uhren, Silberschmuck, Lederwaren, günstige Sommerbekleidung, Staubsauger und Putztücher in der Fußgängerzone. Neben gebrannten Mandeln, Backfisch, Pizza und Crêpes wurden auch vegane Burger angeboten. Ein Softeiswagen gegenüber einer beliebten Eisdiele hatte vielleicht nicht den besten Platz. Ein Kinderkarussell, die „Raupe“, das Fahrgeschäft „Playball“ und der Autoscooter sorgten für Kirmesfeeling.

Auf dem Handwerkermarkt bot Beate Spicker aus Korschenbroich bunte Steinfiguren an. „Wir machen die Formen selbst anhand von Modellen, die man nutzen darf. Die Formen werden dann ausgegossen und bemalt“, erklärte sie Kunden. Glasschmuck, selbstgefertigte Grußkarten, Babybekleidung, Korbwaren aber auch ein Fassadenreiniger waren rund um die Burg anzutreffen. Aufgrund des seit Weihnachten anhaltendem regnerischen Wetters hatte die Gemeinde Brüggen den Rindenmulch als Weg über die Burgwiese gar nicht abgeräumt, sondern noch liegenlassen. So konnte jeder auch im Regen trockenen Fußes die Stände entlang schlendern.

Ein Highlight war Ingo Speh aus Tönisvorst mit seinen Gartenkreationen aus massivem Holz. „Die Ideen sind in meinem Kopf und wollen umgesetzt werden“, sagt er. Der gelernte Schreiner, der sich hauptberuflich auf das Aufarbeiten und der Reparatur von alten Holzsachen spezialisiert hat, arbeitet bereits seit 20 Jahren mit der Motorsäge. Vor acht Jahren begann er, jede freie Minute dafür zu nutzen, etwa große Tiki-Figuren aus Holzstämmen zu fertigen. Teils gibt es oben eine Aussparung für einen Blumentopf, auch bei einem Waldgeist. Aber auch eine überdimensionale Wäscheklammer mit einer Höhe von 1,70 Meter ist hier zu finden. Das größte Teil, das er fertigte, war ein Eichenstammsofa mit einer Länge von knapp einem Meter und einem Gewicht von rund 850 Kilogramm. Mit dabei hat er auch zwei Flaschenständer: „Leer-Gut“ und „Voll-Besser“ mit je 24 Öffnungen für die Flaschen. Auf jedem Markt ist auch eine Kirschbaumknolle dabei, die in ihrem Herzen winzige Figuren oder Tiere beherbergt. Er nennt sie liebevoll „Wimmel“.

Ralf und Gabi Becker haben mit ihren selbstgefertigten Notizbüchern „ganz schön was zu tun“, wie sie sagen. Normale Notizbücher erhalten bunt gestaltete Deckel, die mit Formen aus Resin verziert werden. „Manchmal arbeiten wir noch nachts, damit wir für einen Markt wieder ein gutes Angebot dabei haben“, sagt Gabi Becker.

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