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Schwalmtal: Pastor pendelt zwischen Aachen und Schwalmtal

Schwalmtal : Pastor pendelt zwischen Aachen und Schwalmtal

Im Juli wird Thorsten Aymanns nach Aachen ziehen, um in der Lenkungsgruppe des Bistums zu arbeiten

Schwalmtals Pastor Thorsten Aymanns sucht derzeit eine Wohnung in Aachen. Für ihn neigt sich die Amtszeit in der Pfarrei St. Matthias dem Ende zu: Aymanns wird am 30. Juni Schwalmtal verlassen und auf Wunsch des Aachener Bischofs Helmut Dieser Mitglied der Lenkungsgruppe, die den von Dieser angekündigten Gesprächs- und Erneuerungsprozess im Bistum Aachen begleiten soll. Bis Ende Juni wird Aymanns nun in Aachen und Schwalmtal arbeiten, im Juli will er seine neue Wohnung in der Domstadt beziehen.

"Durch Veränderungen in der Kirche und in der Gesellschaft sieht der Bischof an vielen Punkten Handlungsbedarf, möchte aber die Leute bei dem Prozess mitnehmen", erklärt Aymanns. In den kommenden drei Jahren soll im Bistum diskutiert werden: Was ist den Menschen inhaltlich wichtig? Was erwarten sie von der Kirche? Was kann die Kirche tun, damit die Menschen den Sinn des Glaubens wiederentdecken und erkennen, dass der Glaube jedem einzelnen weiterhilft? Wie muss Kirche werden, damit sie missionarisch arbeiten kann? Das sind Fragen, die unter dem Motto "Heute bei dir" aufgegriffen werden sollen.

Jeder soll sich daran beteiligen können. "Auf weniger Gläubige, weniger Priester und weniger Geld wurde bisher mit Abbau reagiert", sagt Pastor Aymanns. Er betont auch: "So kann es nicht weitergehen. Der Bischof will darüber reden, was in der Kirche inhaltlich wichtig ist. Wenn das klar ist, können wir über die benötigten Strukturen reden." Der Prozess sei ergebnisoffen, sagt Aymanns: "Wenn beispielsweise dabei herauskommt, das die Menschen einzelne Seelsorge erwarten, dann müssen wir schauen, wie wir das umgesetzt bekommen."

Dabei gehe es zunächst um pastorale Dinge, um die Frage etwa, wie Caritas künftig aussehen solle, wie die Kirche mit vorhandenen Einrichtungen wie Schulen oder Kindergärten umgehen solle. Auch wenn Deutschland noch das Glück habe, dass hauptamtliche Priester ein im Vergleich zu anderen Ländern kleines Gebiet betreuten, erhoffe man sich künftig viel ehrenamtliches Engagement, so Aymanns.

(bigi)