Die Gruppe „Parents for Future“ im Kreis Viersen kritisiert die Gespräche von CDU und Bündnisgrünen zur Bildung einer neuen Landesregierung. Dabei fehlt ihnen der für 2030 geplante Kohleausstieg im Rheinischen Revier und dessen Folgen für den Kreis Viersen. Städte und Kreise aus der Regon, darunter auch Brüggen, Schwalmtal und Nettetal sowie der Kreis Viersen, fürchten um die Zukunft der Feuchtgebiete im Naturpark Schwalm-Nette und die Grundwasserversorgung.
„Mit keinem Wort wird in dem Sondierungspapier die Grundwasserproblematik, die durch die Sümpfungsmaßnahmen im rheinischen Braunkohletagebau verursacht wurde, erwähnt“, kritisieren sie in einer Pressemitteilung. Feuchtgebieten und Gewässern würde der natürliche Grundwasseranschluss durch Sümpfung entzogen. Nur durch Stützungswasser würden die Feuchtgebiete erhalten.
„Wir fordern ein klares Bekenntnis der sondierenden Parteien zum Schutz unserer Feuchtgebiete und Fließgewässer“, so die Gruppe. „Die Stützung der Feuchtgebiete und Fließgewässer muss Priorität gegenüber der geplanten Verfüllung der Tagebauseen haben.“ Klare und verbindliche Planungen, wie die Feuchtgebiete nach dem Kohleausstieg versorgt werden, seien notwendig. RWE Power als Bergbautreibender im Rheinischen Revier plant den Bau einer Leitung, die Wasser aus dem Rhein zuführen soll. „RWE muss auch die Folgekosten tragen“, fordert „Parents for Future“.