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Kreis Viersen: Pappeln sollen weiter den Niederrhein prägen

Kreis Viersen : Pappeln sollen weiter den Niederrhein prägen

Er war im Gespräch, dann in der Planung, jetzt ist er fertig und liegt sowohl der Stadt und dem Kreis Viersen vor. Die Rede ist vom Bürgerantrag der Interessengemeinschaft Pappeln, die sich für den Erhalt der Pappeln im Kreis Viersen sowie am gesamten Niederrhein einsetzt. Mit dem Bürgerantrag wendet sich die Interessengemeinschaft einmal an Günter Thönnessen, Bürgermeister der Stadt Viersen, und zum anderen ist zeitgleich ein weiterer Bürgerantrag an den Kreis Viersen gegangen.

Darin bittet die Interessengemeinschaft, die Fällung von Pappeln, insbesondere von Pappelreihen und -alleen, zunächst einstellen, bis es zur Klärung der Schutzwürdigkeit von Pappeln auf höherer Ebene, gemeint ist die Landschaftsplanung, kommt. Zudem sollen an den Standorten, an denen bislang Pappeln gefällt wurden, auch wieder Pappeln angepflanzt werden. Und zwar sowohl Schwarzpappeln als auch die landschaftsprägenden Hybridpappeln. "Die Schwarzpappeln ergeben ein anderes Bild. Die landschaftsprägende Hybridpappel, auch kanadische Pappel genannt, hat einen schlanken Wuchs und ergibt das typische Bild am Niederrhein, das wir alle kennen. Die Schwarzpappel geht eher in die Breite", erklärt Ludwig Mertens von der Interessengemeinschaft. Zudem sollen Pappeln in der Landschaftsplanung einen Schutzstatus erhalten wie ihn zum Beispiel Kopfweiden haben. Eine weitere Forderung betrifft die Neuanpflanzungen, bei denen Pappeln auch die Vorgaben der Landschaftspläne für Neu- oder Ersatzpflanzungen erfüllen sollen. Die sehen nämlich vor, dass Hochstämme mit einem Mindeststammumfang von zwölf bis 14 Zentimeter verwendet werden. "Bei den Neuanpflanzungen hinsichtlich der Fällaktion von 42 Hybridpappeln hinter der Clörather Mühle ist dies nämlich nicht der Fall. Die haben gerade einmal einen Umfang von drei Zentimetern", erklärt Mertens die Hintergründe der Forderung. Dass die Pappeln zum Niederrhein gehören zeigt der Bürgerantrag eindeutig. Er geht auf die Kulturhistorie, die ökologische Wertigkeit und die Hiebreife der Pappeln Bürgerantrag der Interessengemeinschaft Pappeln,ein, zitiert aus Imagebroschüren des Niederrheins, die die Pappeln als Landschaftsbild prägend bezeichnen und kommt zum Fazit, dass auch Hybridpappel wertvolle, standortgerechte und ortstypische Bäume des Niederrheins sind. Momentan werden Mitstreiter gesucht, die an der überregionalen Vernetzung mitarbeiten möchten. E-mail: pappeln@gmx.de

(tref)