Ortsgespräch von Werbering Viersen und Citymanagement in Viersen-Dülken

Ortsgespräch : Dülken bewegt sich

Die Beteiligten des Ortsgespräches in Dülken waren sich einig: In ihrem Stadtteil hat sich einiges getan. Neue Projekte soll die Hochschule Niederrhein anstoßen. Sie löst das Kölner Büro Cima beim Quartiersmanagement ab.

Mit einem positiven Aufschlag startete das Ortsgespräch von Werbering Viersen aktiv und Citymanagement in Dülken. Vier neue Geschäfte beziehungsweise Übernahmen von bekannten Unternehmen beleben ebenso wie das Jugendprojekt „Der Raum“ die Innenstadt.

Gut besucht präsentierte sich die ehemalige Kreuzherrenschule, in die die Organisatoren zu Informationen und Austausch eingeladen hatten. Projekte in der Stadtentwicklung, die gesamte Einzelhandelsentwicklung in Dülken samt Impulsen – für alle Beteiligten kristallisierte sich deutlich heraus, dass sich in Dülken etwas getan hat und auch weiterhin Bewegung da sein wird. Zwar zieht sich das Kölner Beratungsbüro Cima nun zurück, dafür wird sich die Hochschule Niederrhein für die nächsten fünf Jahre ins Quartiersmanagement einbringen.

Wolfgang Haensch und Lukas Kratzer von der Cima blickten noch einmal auf die vergangenen drei Jahre Arbeit zurück. Sie konnten ein positives Resümee ziehen. Die Eröffnung von Edeka, die Freigabe der Melcherstiege, die Installation der Dölker Marken, die Weihnachtsaktion 2018 und das Event „Lebkuchen für Lieblingskunden“ prägten das Handlungsfeld des Handelsmarketings. Beim Thema Standortmarketing rückten die Kunstaktion „Mach dich lang“ an der Lange Straße und „Mach mal blau“ an der Blauensteinstraße erneut ins Blickfeld. Die Beratung von Mietinteressierten bestimmte den Sektor Leerstandsmanagement. Dazu kamen Filmvorführungen in Leerständen, um den Gebäuden ein stückweit Leben einzuhauchen.

Gemeinsam mit Cima wurden Strategien entwickelt, wie ein Altstadtmanagement vor Ort aussehen könnte. Ein aussagekräftiges Einzelhandelskonzept wurde entwickelt und es gab eine interne Klausurwerkstatt in der Narrenmühle. Über den Feierabendtreff, die Stadtteilkonferenz, die hauseigene Dülken-Homepage und das Dülken-Magazin wurden die Bürger mit eingebunden.

Es habe viele unterschiedliche Ansätze gegeben. Manches sei hervorragend gelaufen, anderes sei nicht ganz so erfolgreich gewesen, lautete die Bilanz der beiden Vortragenden. „Wir haben in Dülken eine Plattform für Veränderung geboten. Aber letztendlich muss die Veränderung aus der Substanz kommen. Eigendynamik ist wichtig. Man muss sich auf neue Situationen einlassen und sich dementsprechend positionieren. Es ist ein immer währender Prozess“, betonte auch Rainer Schnäbler vom Werbering Viersen aktiv.

In Dülken geht dieser Prozess jetzt mit der Hochschule Niederrhein weiter. Deren Vertreter stellten beim Ortsgespräch ihr Konzept mit dem Thema „Lokale Ökonomie in Innenstädten“ vor. Es zielt darauf, Potenziale zu stärken und zur Unterstützung des lokalen Funktionswandels eine Innovationskraft der lokalen Ökonomie durch handlungsorientierte Aktivitäten zu entwickeln.

Zur Reduzierung von Leerständen soll beigetragen werden, Nachfrage-orientierte Konzepte mit gezielten und aktiven Vermarktungsstrategien und alternativen Nutzungsszenarien sollen entwickelt werden. Weitere Ziele: lokale Produkte und Dienstleistungen vermarkten und eine Imageverbesserung fördern. Dadurch soll insgesamt eine Stabilisierung von Dülken unterstützt werden.

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