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Offenbar antisemitsicher Überfall in Brüggen: Hinweise fehlen

Staatsschutz ermittelt weiter : Noch keine Spur nach antisemitischem Angriff in Brüggen

Noch sind keine Hinweise von Zeugen eingegangen: Nach dem Überfall auf einen 40-Jährigen jüdischen Glaubens in Brüggen ermittelt der Staatsschutz weiter. Bürgermeister Frank Gellen zeigt sich entsetzt.

Noch haben sich beim Staatsschutz der Polizei Mönchengladbach keine Zeugen nach einem Überfall auf einen 40-jährigen Brüggener jüdischen Glaubens gemeldet. Der Deutsche hatte angezeigt, dass ihn am Mittwoch  zwischen 12 und 16 Uhr zwei jüngere Männer auf einem Feldweg an der Wildor-Hollmann-Straße/Eichenweg in Brüggen angegriffen hätten. Sie hätten ihn auf Arabisch als Juden angesprochen, ihn angespuckt und geschlagen. Er hätte sich mit Schlägen verteidigt und sei dabei selbst verletzt worden, teilte er in einer Online-Anzeige mit.

Als möglichen Auslöser für den Angriff nannte das Opfer ein Tattoo in hebräischer Schrift, das es auf seinem Arm trägt. Es beschreibt die beiden Angreifer als zwischen 20 und 25 Jahre alt, schlank, zwischen 1,70 und 1,85 Meter groß, mit kurzen, schwarzen Haaren. Brüggens Bürgermeister Frank Gellen (CDU) zeigte sich nach dem Vorfall entsetzt. „Wir werden das Thema im Hauptausschuss am 15. Juni behandeln“, kündigte Gellen am Montag an. Auch Landrat Andreas Coenen (CDU) reagierte betroffen: „Aktuell wird in der Sache ermittelt. Sollte sich bestätigen, dass es eine antisemitisch motivierte Attacke gegeben hat, verurteile ich sie aufs Schärfste. Jüdinnen und Juden müssen in Deutschland sicher leben können.“ Wer versuche, das zu verhindern, „muss die ganze Härte unserer Gesetze zu spüren bekommen“, so der Landrat des Kreises Viersen.

Der für antisemitische und fremdenfeindliche Straftaten zuständige Staatsschutz setzt seine Ermittlungen fort.

(busch-)