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NRW-Umweltministerin besucht früheres Munitionsdepot

Naturschutz in Brüggen : Förderverein lädt NRW-Umweltministerin Heinen-Esser ein

Die NRW-Umweltministerin folgte einer Einladung vom Förderverein Krickebenbecker Seen, um sich über unterschiedliche Projekte der Biologischen Station im früheren Munitionsdepot zu informieren.

„Toll, was aus einem früheren Munitionsdepot geworden ist“, sagt NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) bei ihrem Besuch im Brachter Depot am Montag. Sie folgte  einer Einladung  von Armin Huber, dem Vorsitzenden des Fördervereins Krickenbecker Seen, sowie dessen Schriftführer Ansgar Reichmann, der zugleich Geschäftsführer der  Biologischen Station Krickenbecker Seen in Nettetal ist. Begleitet haben sie die Landtagsabgeordneten Markus Optendrenk (CDU) aus Nettetal und Dietmar Brockes (FDP) aus Brüggen, sowie Claudia Bönnighausen, neue Forstchefin und Abteilungsleiterin im NRW-Umweltministerium.

Der Brachter Wald  ist das bedeutendste Naturschutzgebiet des Grenzwaldes im Kreis Viersen: Es wird bewahrt als  Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) und EU-Vogelschutzgebiet. Zudem ist es mit mehr als 1200 Hektar die größte Liegenschaft der NRW-Stiftung.

Heinen-Esser informierte sich bei einer Rundfahrt im Kleinbus unter anderem über die neuen  Aussichtsplattformen und den Holz-Bohlensteg: Diese mussten wegen Vandalismus und Materialermüdung  erneuert werden. Bereits seit einem Jahr beendet ist das Life-Projekt zur Rettung der seltenen Sanddünen und des Borstgrases: Dabei wurden dort einige hundert Nadelbäume abgeholzt, an den Dünenkuppen wurden vergraster Oberboden und Humusstreu entfernt, um den hellen Sand wieder freizulegen.

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Die Biologische Station setzt in diesem Gebiet einige Projekte um – immer mit dem Ziel, die Artenvielfalt zu sichern und zu fördern. Warum das Depot landesweit etwas Besonderes ist: Dort kommen Heide und Sanddünen vor – und  seltene Tiere wie Ziegenmelker, Schwarzkehlchen und Moorfrosch oder Pflanzen wie  Glockenheide. „Dabei geht es um Arten- und Naturschutz, aber auch um dessen Vereinbarkeit mit den Bedürfnissen von Erholungssuchenden, sagt Peter Kolshorn, Biologe bei der Bio-Station.