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Niederlande mahnen deutsche Einkaufstouristen

Kreis Viersen : Niederlande mahnen deutsche Einkaufstouristen

Ins Outlet Center Roermond werden an Christi Himmelfahrt maximal 3000 Besucher eingelassen. Kommen mehr Besucher, könnte die Stadt Parkplätze und Zufahrtsstraßen sperren. Wer sich nicht an die Abstandsregeln hält, muss 390 Euro Bußgeld zahlen.

Die Sicherheitsregion Limburg hat die maximale Besucherzahl im Designer Outlet Center Roermond auf 3000 Personen reduziert. Hintergrund: Die Grenzstadt rechnet für den Himmelfahrtstag mit einem Ansturm von deutschen Einkaufstouristen und ruft wegen Corona zur Disziplin auf. Für einen vergnüglichen Familienausflug sei es noch zu früh, erklärte ein Sprecher.

Ähnlich klingt auch der Appell aus der Stadt Venlo: Besucher sollten alleine kommen, gezielt einkaufen und dabei auf jeden Fall Abstand halten, sagte ein Sprecher der Stadt am Mittwoch. „Kaufen Sie also sehr planvoll ein und kommen sie nur alleine“, hieß es in einem Aufruf der Stadt.

An Sonntagen und an Christi Himmelfahrt sind die Geschäfte in den Niederlanden geöffnet. Der Himmelfahrtstag gehört zu den Spitzentagen, an denen viele Deutsche in Venlo einkaufen. Venlo reagiert mit seinen Maßnahmen auf Erfahrungen vom vergangenen Sonntag: Viele Deutsche seien offensichtlich auch deshalb gekommen, weil sie in den Niederlanden ohne Schutzmaske einkaufen könnten, sagte Sprecher Robert Bouten. Die wichtige Regel in den Niederlanden gegen die Ausbreitung des Coronavirus sei der Abstand von eineinhalb Metern. Die Stadt sei vergangenen Sonntag aber zu voll gewesen.

In der Stadt Roermond und auch im Outlet-Center selbst sind stärkere Kontrollen angekündigt. Gruppen, die nicht einer Familie angehören und ohne Abstand unterwegs sind, drohe pro Person ein Bußgeld von 390 Euro, hieß es. Komme es zu Gruppenbildung vor Geschäften, würden diese vorübergehend geschlossen. In Betracht zieht die Stadt Roermond auch die Sperrung von Straßen und Parkplätzen, so dass keine neuen Besucher einfahren können, erklärte Sprecher Remco Hochstraten. In Venlo wird zusätzlich überlegt, auch Zufahrtsstraßen abzuriegeln, so Bouten: „Bei Bedarf können Straßen vorübergehend gesperrt werden, so dass keine neuen Besucher einfahren können. Sie müssen also nach Hause zurückkehren.“

Besucher sollen in beiden Städten in den Einkaufsstraßen so weit wie möglich auf der rechten Seite gehen, vorzugsweise mit Karte oder Handy bezahlen und bei Erkältung lieber ganz zu Hause bleiben. Deutsche Besucher sollten sich nicht in falscher Sicherheit wähnen, nur weil sie jenseits der Grenze keine Maske tragen müssten: Bouten: „Man muss begreifen, dass auch hier Corona ist.“