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Niederkrüchtener  sollen sich an Kerzen-Aktion beteiligen

Aufruf wegen Coronavirus-Pandemie : Kerzen-Aktion auch in Schwalmtal und Niederkrüchten

Auch in Niederkrüchten und Schwalmtal sollen am Abend die Glocken läuten und Gläubige eine Kerzen als Zeichen der Hoffnung in die Fenster stellen.

Auch in Niederkrüchten sind Gläubige dazu aufgerufen, in der Corona-Krise an jedem Abend um 19.30 Uhr eine Kerze anzuzünden, ins Fenster zu stellen und ein „Vater unser“ zu sprechen. Gleichzeitig sollen die Kirchenglocken läuten. Damit wollen sich die Gemeinden an der Aktion der St.-Pankratius-Gemeinde in Oberhausen beteiligen. Der dortige Pfarrer Christoph Wichmann erklärte: „Wir müssen irgendetwas Gemeinschaftsstiftendes machen. Irgendetwas, das verbindet – gerade auch für die Menschen, die jetzt nicht mehr in die Kirchen kommen können, die keine Gottesdienste mehr mitfeiern können.”

„Vielleicht beteiligen sich ja auch viele von uns an dieser Aktion“, sagt Werner Gotzen, der stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderats von St. Bartholomäus Niederkrüchten. Die Aktion sei ein Zeichen der Verbundenheit, „die uns allen in dieser Krisenzeit Mut machen soll“.

Am Freitag teilte Pastor Andreas Schweikert mit, dass entgegen den bisherigen Ankündigungen auch die Kirchen in Niederkrüchten nicht mehr geöffnet werden dürfen, da sich die Corona-Krise weiter verschärft habe. In Niederkrüchten gab es am Donnerstag den ersten Todesfall, der in Zusammenhang mit Covid-19 stand.

Auch in Schwalmtal werden, wie im gesamten Bistum Aachen geplant, an jedem Abend um 19.30 Uhr die Kirchenglocken läuten. „Dies geschieht ökumenisch gemeinsam mit den Kirchen der evangelischen Gemeinde“, sagt Diakon Franz-Josef Cohnen von der Kirchengemeinde St. Matthias Schwalmtal. Das Läuten solle  zum persönlichen Gebet einladen sowie  Zeichen der Solidarität und einer bleibenden Gebetsgemeinschaft sein. „Alle sind zeitgleich zum Beten eines ,Vater Unser’ einladen, dazu kann man eine brennende Kerze ins Fenster stellen“, so Cohnen.

Um  mit den Gläubigen in Kontakt zu bleiben, stehen die Schwalmtaler Seelsorger telefonisch bei Fragen, Sorgen und Ängsten bereit. Verschiedene Kirchen seien zum persönlichen Gebet geöffnet:  St. Anton in Amern (Grabeskirche) täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr, St. Michael in Waldniel dienstags von 11 Uhr bis 12 Uhr und freitags von 10 Uhr bis 12 Uhr, sowie St. Gertrud Dilkrath samstags und sonntags, jeweils von 11 Uhr bis 16 Uhr (Turmhalle).

Weiterhin arbeite man an Angeboten für die Homepage (www.st-matthias-schwalmtal.de). 

(busch-)