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Niederkrüchtener Hausärzte impfen bald auch gegen Corona

Kampf gegen Pandemie in Niederkrüchten : Hausärzte impfen bald gegen Corona

Die Gemeinde Niederkrüchten beteiligt sich nicht an der Impfschwerpunktpraxis in Brüggen; die Niederkrüchtener Hausärzte wollen in ihren Praxen impfen. Das sind die Gründe.

Bürgermeister Kalle Wassong  (parteilos) und Vertreter der fünf niedergelassenen Hausarztpraxen aus der Gemeinde haben sich bei einer Videokonferenz darüber abgestimmt, wie künftig die Corona-Schutzimpfungen und die Schnelltests ablaufen sollen. Die Niederkrüchtener Hausärzte werden sich nicht an einer Impfschwerpunktpraxis in Brüggen beteiligen; sie waren sich einig, dass sie ihre Patienten in ihren Praxen impfen wollen.

Die Gemeinde Brüggen hatte nach Abstimmung mit ihren örtlichen Hausärzten deren Überlastung befürchtet und wird deshalb eine Impfschwerpunktpraxis in der Burggemeindehalle einrichten; auch Niederkrüchten war für eine Kooperation angefragt worden. Die Einrichtung der Impfschwerpunktpraxis  hatte zu Diskussionen unter Brüggener und Niederkrüchtener Medizinern geführt.

Die Argumente für Niederkrüchtener Weg sind vielfältig, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde: Die Hausärzte kennen ihre Patienten und deren Krankengeschichten, eine Priorisierung sei deshalb  deutlich einfacher möglich. Die Impfungen könnten flexibel in den alltäglichen Praxisbetrieb integriert werden, dadurch sei der zusätzliche Aufwand geringer. Außerdem könnten die zwölf Mediziner zusätzliche Impfzeiten außerhalb der Sprechstunden schnell einrichten, wenn notwendig. Das Impfen in den Praxen ist nach Einschätzung der Ärzte für die Niederkrüchtener Patienten bequemer, vertrauter und organisatorisch einfacher als andere Modelle. Sie schätzen zudem die Impfbereitschaft beim eigenen Hausarzt als höher ein, das Vorgehen ist vielen Patienten von der jährlichen Grippeschutzimpfung bereits bekannt.

Die Hausärzte garantieren zudem, dass „umfangreichere Schnelltestungen zeitnah und unkompliziert über die Praxen organisiert werden können“. Bürgermeister Wassong begrüßt die Einschätzung der Mediziner: „Die Argumente für das Impfen und die Durchführung von Schnelltestungen in den Praxen sind nachvollziehbar. Neben den Vorteilen für die Patienten spricht auch der deutlich geringere personelle und finanzielle Aufwand für dieses Vorgehen.“ Das sei letztlich auf die gute Ausstattung der Gemeinde mit insgesamt fünf Hausarztpraxen und deren hervorragende Kooperation untereinander zurückzuführen. „Wir werden uns weiterhin zu diesem Thema austauschen, um bestmöglich auf neue Entwicklungen reagieren zu können“, sagte Wassong. „Für die bald anstehenden Impfungen und Schnelltestungen sind wir in Niederkrüchten gut aufgestellt.“

(busch-)