Tatort Niederkrüchten Was die Polizei nach Doppel-Einbruch jedem Hausbesitzer rät

Niederkrüchten · Nach dem zweifachen Einbruch innerhalb von 72 Stunden in ein Einfamilienhaus an der Straße „Am Stein“ stellt sich die Frage: Wie oft geraten Niederkrüchtener ins Visier von Einbrechern?

 An der Straße „Am Stein“ wurde ein Einfamilienhaus innerhalb von 72 Stunden zwei Mal zum Ziel von Einbrechern.

An der Straße „Am Stein“ wurde ein Einfamilienhaus innerhalb von 72 Stunden zwei Mal zum Ziel von Einbrechern.

Foto: Daniela Buschkamp

Im Januar 2023 gab es nach Mitteilung der Polizei bisher drei Einbrüche im gesamten Gemeindegebiet.

Der Blick in die Statistik zeigt: Niederkrüchten ist wenig gefragt bei Einbrechern. Für 2022 verzeichnete die Polizei dort insgesamt 16 Einbrüche, inklusive Versuche, teilte ein Sprecher am Dienstag auf Anfrage mit. Im Jahr 2020 waren es noch 36 Fälle. Doch auch damit gehörte Niederkrüchten zu den Schlusslichtern im Kreis-Gebiet (sechste Stelle von neun). Im Jahr 2019 gab es in der Gemeinde sogar nur sieben Fälle von Wohnungseinbruchsdiebstahl, rund drei Viertel weniger als in der Stadt Viersen sowie die Hälfte weniger als in Nettetal oder Willich.

Ein allgemeines Muster lässt sich laut Polizei bei den Einbrüchen in Niederkrüchten nicht erkennen. Doch bei einem der beiden Einbrüche „Am Stein“ am Wochenende kamen die Täter über die rückwärtige Seite des Gebäudes. Beliebt ist bei Einfamilienhäusern, der überwiegenden Wohnform in der Gemeinde Niederkrüchten, oft auch der Weg durch den Garten und das rückwärtige Grundstück. Insbesondere dann, wenn Bäume, Hecken oder Zäune einen freien Blick auf Terrasse, Hintertür oder Balkon verhindern und Einbrecher so ungesehen aktiv werden können.

Zu den generellen Tipps der Polizei für besseren Einbruchsschutz rund ums Haus gehören: eine möglichst gute mechanischen Sicherung für Türen und Fenster, etwa durch zusätzliche Schlösser und Pilzkopfverriegelungen an Vorder- und Rückseite des Gebäudes, eine abschließbare Verriegelung sollte genutzt und der Schlüssel entfernt werden, Beleuchtung oder Bewegungsmelder. Wer mehr dazu erfahren will, kann die nächste kostenfreie Gruppenberatung der Polizei nutzen am Donnerstag, 9. Februar, 18 Uhr in der Beratungsstelle der Kriminalprävention, Mühlenberg 7 in Viersen- Dülken, statt. Anmeldung unter 02162 377-3137 (Anrufberater). Wer Name und Telefnummmer hinterlässt, wird zurückgerufen.

Generell rät die Polizei im Kreis Viersen zu Schutzvorrichtungen, die potenziellen Einbrechern Zeit kosten. Zu vermeiden sei dagegen alles, was Einbrechern helfe wie etwa: angelehnte Leitern an der Hauswand oder offen liegende Werkzeuge in Garten oder Schuppen.

In einigen Wohngebieten etwa in Brüggen und Viersen,haben Anwohner zudem WhatsApp-Gruppen eingerichtet und Hinweisschilder aufgestellt, die auf die wachsame Nachbarschaft verweisen. Das Vorbild dazu kommt aus den Niederlanden.

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