Neue Nutzung für den ehemaligen Militärflughafen in Elmpt Naturschutz stellt Windräder in Frage

Niederkrüchten · Das Land will den ehemaligen Militärflughafen in Elmpt ins Naturschutzgebiet einbeziehen, die EU will das Vogelschutzgebiet entsprechend ausweiten. Damit wird eine Genehmigung des dort geplanten Windparks fraglich.

 Der ehemalige britische Militärflugplatz in Elmpt. Auf der Landebahn und den Taxiways sind sieben Windräder und Solarpaneele geplant.

Der ehemalige britische Militärflugplatz in Elmpt. Auf der Landebahn und den Taxiways sind sieben Windräder und Solarpaneele geplant.

Foto: Johannes Wahlenberg

Pläne des Landes, das Naturschutzgebiet auf den ehemaligen Flugplatz der britischen Luftwaffe auszuweiten, gefährden die Pläne von Kreis Viersen und der Gemeinde Niederkrüchten, die dort einen Energie- und Gewerbepark (EGE) vorsehen. Auf Nachfrage bestätigt ein Sprecher des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) die Pläne des Landes: „Es ist richtig, die Flächen des ehemaligen Militärflughafens mussten an die EU als Vogelschutzgebiet nachgemeldet werden.“ Zur Meldung des Vogelschutzgebietes „Schwalm-Nette-Platte mit Grenzwald und Meinweg“ im Jahr 1983, aktualisiert im Jahr 2004, lagen wegen der militärischen Nutzung noch keine Daten über den Flugplatz in Elmpt vor. Die Untersuchung der Fauna im Jahr 2010 habe dann für das Gebiet ein Kriterium ergeben, nach dem die EU eine Ausweisung eines Vogelschutzgebietes vorschreibe: Alle Gebiete für eine Vogelart, die zu den fünf besten Lebensräumen gehören, müssten gemeldet werden und würden sogar die Kriterien für ein eigenständiges Vogelschutzgebiet erfüllen. Der ehemalige Flughafens Elmpt erfülle dieses Kriterium in Bezug auf den Ziegenmelker. Neben dieser Vogelart seien bedeutende Brutvorkommen von Schwarzkehlchen, Heidelerche, Gartenrotschwanz und Feldlerche dokumentiert worden.