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Niederkrüchten: Musik und Handwerk beim zweiten Marktfest

Niederkrüchten : Niederkrüchten: Musik und Handwerk beim zweiten Marktfest

Bürgermeister Kalle Wassong hatte 2018 die Idee zum zweitägigen Marktfest, mit der zweiten Auflage war er „zufrieden“. 500 Menschen feierten am Samstag beim Konzert am Markt.

Bereits am Samstag startete eine Sommerparty mit den Bands The Wood Butchers und Don’t Panik. Rund 500 Menschen feierten gutgelaunt auf dem Marktplatz „D'r Märet". Bürgermeister Kalle Wassong (parteilos) eröffnete das Fest mit einem Fassanstich.

Am Sonntag lockte ein Kreativ- und Handwerkermarkt, während auf der Bühne Nachwuchsmusiker der Musikschule Lucht ihr Können präsentierten.

Gleich drei Hobby-Imker brachten das süße Produkt ihrer Bienenvölker mit: Imker Tilo Wochnik aus Niederkrüchten betreut 24 Bienenvölker, pro Volk produzieren seine Bienen im Jahr rund 30 Kilogramm Honig. Rebekka Jordan und Tim Plöger aus Lüttelforst hatten neben Honig auch Bienenwachstücher aus Biobaumwolle und Holzdekoration mit Brandmalerei dabei. Kamil Karasch (16) betreut im Elmpter Gewerbegebiet neun Bienenvölker; er  ist Deutscher Meister und Dritter der Jugendimkerweltmeisterschaften der Organisation „Meeting of young Beekeepers“. Als Spezialität bot er essbare Bienenwachsplatten an. „Normalerweise gibt der Imker den Bienen fertige Waben. Die essbaren Waben sind von den Bienen selbst produziert“, erklärt er.

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Helga Drathen, Vera Peßler und Sieglinde Hanselmann von der zwar-Basisgruppe waren fleißig: Sie hatten Vogelhäuschen aus Holz, Türschilder und Pflanzen dabei und brannten frische Mandeln. „Jeder macht, was er kann und wozu er Lust hat“, sagt das Trio.

Die Bewohner der Zentralen Unterbringungseinrichtung Niederkrüchten (ZUE) hatten sich ebenfalls etwas einfallen lassen. Die Kinder bastelten in der Schule und im Kindergarten diverse Kleinigkeiten, die Besucher des Frauenkaffees hatten etwa Taschen und Etuis genäht. Der Erlös des Verkaufs soll in Abstimmung mit der Verwaltung  gespendet werden.

Aus Holland kamen Birgit Moison und Lisette Smits, die zusammen seit vielen Jahren einen Kreativ-Kursus in Roermond besuchen. Schmuck aus altem Metall, Silber und etwa der Steinnuss brachten sie mit und zeigten auch, wie die Schmuckstücke gefertigt werden. Auch Familie Kirsch aus Oberkrüchten upcyclelte altes Besteck zu Schmuck und Dekorationsartikeln. „Wir hübschen die alten Sachen auf und formen sie um“, erklärt Heiner Kirsch. Erich Grünig aus Schwalmtal fertigte seinen Silberschmuck aus alten Gabeln und Messern. Spannedn, wie unterschiedlichdie Ergebnisse waren.

Genähtes und Betondeko präsentierte Petra Medoch aus Wegberg. Hübsche Arrangements stellte Sarah Höttges von der Blumen-Oase vor Ort her. Andrea Schiffer und Margret Kohlen zeigten Näharbeiten und Bilder. Beim BigBass konnten sich die jüngeren Besucher austoben. Die Bibliothek  lud mit einer Fotobox und einer Bastelaktion vor allem Kinder ein, auch die Tafel Niederkrüchten stellte sich vor.