34-Jähriger aus Niederkrüchten Erst Diebstahl und Verfolgungsjagd, jetzt U-Haft

Niederkrüchten · Ein Gericht hat einen 34-Jährigen Niederkrüchtener in U-Haft geschickt. Der Mann steht im Verdacht, sich am Tulpensonntag in einem gestohlenen Wagen eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert zu haben. Bei der Festnahme war er jetzt wieder in einem Auto unterwegs – angetrunken.

Die Polizei hatte mit dem Niederkrüchtener alle Hände voll zu tun.

Die Polizei hatte mit dem Niederkrüchtener alle Hände voll zu tun.

Foto: dpa/Carsten Rehder

Die Verfolgungsjagd hat sich in der Nacht zum Tulpensonntag abgespielt, nachdem bei einem Einbruch in ein Haus an der Hauptstraße in Elmpt Autoschlüssel und ein Wagen gestohlen worden waren. Der Wagen war vom Landeskriminalamt auf der Schulstraße geortet worden und kam einem herbeieilenden Team der Polizei entgegen. Als die Beamten in Zivil den Fahrer stoppen wollten, reagierte dieser aggressiv, zeigte den Polizisten den Mittelfinger und gab Gas. Mit streckenweise mehr als 100 Kilometern pro Stunde raste er durch den Ort, die Polizei folgte. Die Jagd endete in einem Straßengraben im Gewerbegebiet Dam. Die Polizisten konnten den brennenden BMW löschen, doch den Fahrer nicht fassen. Ermittlungen der Kripo, so teilte die Polizei jetzt mit, wiesen jedoch auf einen 34-jährigen Niederkrüchtener hin.

Dieser Verdächtige wurde nun in Untersuchungshaft geschickt, nachdem am Dienstag ein Niederkrüchtener gegen 18.10 Uhr der Polizei gemeldet hatte, ein augenscheinlich Betrunkener sei auf einem Supermarktparkplatz in ein Auto gestiegen und davongefahren. „Brisant wurde das Ganze durch den Umstand, dass die Kennzeichen, die der Zeuge durchgegeben hatten, nicht ausgeben waren“, berichtet die Polizei.

Einsatzteams der Viersener Polizei trafen auf den Wagen auf der Hochstraße. Auf der Birther Straße hielt der Wagen an, der Fahrer flüchtete. Nach einem kurzen Sprint hatten die Einsatzkräfte den Mann schnell erwischt. Die Einsatzkräfte fesselten den 34-Jährigen, der nach Angaben der Polizei wüste Flüche austeilte und die Einsatzkräfte beleidigte. Es stellte sich laut Polizei heraus, dass der Wagen nicht versichert war, der Fahrer keinen Führerschein hatte unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen. Die Einsatzkräfte nahmen ihn vorläufig fest und ließen eine Blutprobe entnehmen. Der 34-Jährige wurde am Donnerstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach einem Gericht vorgeführt. Das ordnete die Untersuchungshaft an.

(hh)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort