Niederkrüchten: Gemeinde beschließt Kita-Neubau

Fehlbedarf von 21 Plätzen : Niederkrüchten beschließt Kita-Neubau

Laut Prognose hätte die Gemeinde 2021 sonst bereits einen Fehlbedarf von 21 Plätzen in der Betreuung.

In der Gemeinde Niederkrüchten werden die Kindergartenplätze knapp. Darum planen Politik und Verwaltung den Bau einer neuen Kindertagesstätte, die in gut zwei Jahren, im August 2021, in Betrieb gehen soll. Dies beschloss jetzt der Ausschuss für Jugend-, Familien- und Sozialangelegenheiten in seiner jüngsten Sitzung.

Der genaue Standort steht noch nicht fest, dürfte nach jetztigem Stand aber in Alt-Niederkrüchten liegen, weil hier der Bedarf am größten ist. Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung, geeignete Grundstücke zu suchen. Eigene Flächen hätte die Gemeinde zum Beispiel im Bereich des Schulzentrums, wo gerade auch ein Neubaugebiet entsteht.

Aktuell lässt sich der Bedarf mit dem vorhandenen Platzangebot in den zehn Kitas im Gemeindegebiet noch mit etwas Improvisationskunst decken. Im Sozialraum Niederkrüchten (mit Brempt/Gützenrath und Oberkrüchten) fehlen rechnerisch derzeit sieben Plätze für drei- bis sechsjährige Kinder. In Elmpt (mit Overhetfeld und Venekoten) liegt der Engpass in der U3-Betreuung, nämlich bei den ein- bis zweijährigen Kindern. Hier fehlen vier Plätze.

Darum haben die Kitas St. Bartholomäus und „Sternschnuppe“ (beide Alt-Niederkrüchten), „Sausewind“ (Brempt), „Pusteblume“ (Oberkrüchten) sowie „Raupe Nimmersatt“ (Overhetfeld) bereits außerplanmäßig mehr Kinder aufgenommen. Für die Kita St. Bartholomäus wurde erst kürzlich ein Anbau beschlossen, um die Einrichtung von zwei auf drei Gruppen zu vergrößern. Diese Baumaßnahme soll im Sommer 2020 fertig sein. Die Kindertagesstätte könnte dann insgesamt 60 Kinder aufnehmen und betreuen.

Das reicht aber immer noch nicht, wie Rainer Müller vom Kreisjugendamt im Ausschuss bei der Vorstellung des Kindergartenbedarfsplanes erläuterte. Denn die Prognose weist schon für das Kindergartenjahr 2020/21 einen Fehlbedarf von insgesamt 21 Plätzen für die Betreuung von drei- bis sechsjährige Kinder im Sozialraum Niederkrüchten aus. Die Hoffnung ist nun, dass dieser Fehlbedarf durch den nun beschlossenen Bau der neuen Kita aufgefangen werden kann.