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Niederkrüchten/Brüggen: Endlich ein Sprung ins kalte Wasser wagen

Bäderfrage in Niederkrüchten : Endlich ein Sprung ins kalte Wasser

Die Entscheidung ist überfällig. Durch die Kommunalwahl im September und die Schwierigkeiten, im Lockdown während der Corona-Pandemie in Fraktionen und Ausschüssen zu tagen und Beschlüsse zu fassen, hat sich die Entscheidung in der Bäderfrage hingezogen. Jetzt ist die Zeit reif.

Die Entscheidung, die die Kommunalpolitiker am Dienstag im Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Niederkrüchten in der Bäderfrage fällen und 14 Tage später im Gemeinderat bestätigen müssen, hat weitreichende Folgen. Für die nächsten 50 Jahre haben sie dann festgelegt, wo und wie man schwimmen kann. Mehr als fünf Jahre wurde diskutiert, es gab viele Untersuchungen und Modelle, Kommissionen, eine Petition, Demonstrationen. Entsprechend schwierig tun sich die beiden Fraktionen von CDU und SPD mit einer Entscheidung.

Auch wenn Niederkrüchten 2022 eine 50-jährige gemeinsame Geschichte feiern kann, gibt es immer noch unterschiedliche Gefühlslagen in Elmpt und in Alt-Niederkrüchten. Das ist auch durchaus in Ordnung. Zu befürchten ist, dass es nicht nur eine hoch emotionale Diskussion geben wird, sondern auch einen erbitterten Streit um die vorgelegten Zahlen. Stimmen die Zahlen der Planungsgruppe und die Höhe der Abschreibungen? Die Freibad-Befürworter haben signalisiert, nicht aufgeben zu wollen. Davon unabhängig muss die Politik zu einem demokratischen Ergebnis kommen – und dieses dann auch akzeptieren. Heribert Brinkmann