Kommunale Wärmeplanung Niederkrüchten startet mit Plänen für Heiz-Strategie

Niederkrüchten · Wie werden Häuser in der Gemeinde künftig möglichst klimaneutral und doch wirtschaftlich beheizt? Mit dieser Frage beschäftigt sich Niederkrüchten. In vier Jahren muss ein Plan vorliegen.

 Wie in Niederkrüchten künftig klimaschonend geheizt werden soll, darüber macht sich die Gemeinde Gedanken.

Wie in Niederkrüchten künftig klimaschonend geheizt werden soll, darüber macht sich die Gemeinde Gedanken.

Foto: dpa/Uwe Anspach

„Kommunale Wärmeplanung“ heißt eine Aufgabe, die die Bundesregierung Städten und Gemeinden 2024 per Gesetz gestellt hat. Sie sollen einen Plan entwerfen, wie die Kommunen auf möglichst klimafreundliche und dennoch wirtschaftlich Weise mit Wärme versorgt werden können. Kleinere Gemeinden wie Niederkrüchten müssen bis Mitte 2028 einen solchen Plan erstellen. Niederkrüchten arbeitet schon daran. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gibt nach Angaben der Gemeindeverwaltung in diesem Jahr Fördermittel für kommunale Wärmeplanungen. Und diese nutzt Niederkrüchten und arbeitet mit der CASD GmbH & Co. KG aus Fröndenberg zusammen.

„Mit unseren frühzeitig begonnenen Planungen wollen wir eine Grundlage schaffen, die allen Akteuren in der Gemeinde eine Orientierungsgrundlage bietet“, sagt Bürgermeister Karl-Heinz Wassong und kündigt an: „So werden wir aufzeigen, wo in Zukunft welche Art der Wärmeversorgung beziehungsweise welche Energieträger zur Verfügung stehen. Wir treiben somit die Umstellung auf erneuerbare Energiequellen voran und schaffen Planungssicherheit für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen in Niederkrüchten.“

Die Planungen sollen einen Katalog von Maßnahmen hervorbringen mit konkreten Empfehlungen, wo und mit welcher Priorität beispielsweise Baumaßnahmen und Änderungen an der Infrastruktur nötig sind. Dazu wird zunächst analysiert, welchen Wärmebedarf Niederkrüchten hat, wie in der Gemeinde geheizt wird und wie die daraus resultierende Umweltbelastung aussieht. „Darauf aufbauend entstehen Szenarien dazu, wie die Wärmeversorgung in der Gemeinde künftig aussehen soll“, so die Verwaltung. Dem Gebäudeenergiegesetz zufolge sollen die Vorgaben für Heizungen, die künftig zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden sollen, zunächst nur für Neubauten in Neubaugebieten gelten. Alle anderen sind an die kommunale Wärmeplanung gebunden.

(hh)
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