Neuerungen bei der Billard-WM in Viersen

Dreiband-Nationalteams in Viersen zu Gast : Neuerungen bei der Billard-WM

Helmut Biermann ist als DBU-Präsident vom 14. bis 17. März erstmals Gastgeber der Dreiband-Teamweltmeisterschaft. Premiere für SAB Bröckskes als lokaler Sponsor.

Wenn am nächsten Donnerstag zum 30. Mal in Folge die Weltmeisterschaft für Billard-Nationalmannschaften in der Viersener Festhalle eröffnet wird, dann gibt es zwei nicht unwichtige Neuerungen. Helmut Biermann aus Herne wird erstmals als Präsident der ausrichtenden Deutschen Billard-Union (DBU) als Gastgeber auftreten, und der Süchtelner Kabelspezialist SAB Bröckskes wird die Rolle der Sparda Bank als lokaler Sponsor übernehmen. Sprich die rund 12.500 Euro zum Gesamtetat beisteuern, die bis 2015 die Stadt Viersen gezahlt hatte, dann aber vom Rat angesichts knapper Kassen gestrichen wurden. Seitdem stand die WM in Viersen mehrmals vor dem Aus.

Doch von einer gewissen Unsicherheit angesichts der neuen Gesichter im organisatorischen Umfeld der WM war nichts zu spüren, als am Donnerstag die traditionelle Pressekonferenz im Vorfeld des Billard-Großereignisses im Ernst-Klusen-Saal über die Bühne ging. Vielmehr begrüßten sich Helmut Biermann und SAB-Seniorchef Peter Bröckskes, als seien sie schon Ewigkeiten beste Freunde. „Ich habe Peter Bröckskes aus dem Krankenhaus angerufen und einen Termin vereinbart. Das läuft alles sehr harmonisch und in gegenseitigem Verständnis“, sagte Biermann vor dem Hintergrund, dass er voriges Jahr wegen einer Nierentransplantation als frisch gewählter DBU-Präsident nicht in Viersen sein konnte. Damals hatte Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD) kurz vor der WM überraschend den neuen Sponsor aus dem Hut gezaubert, der die Veranstaltung für mindestens fünf Jahre unterstützt. „Darüber sind wir natürlich hoch erfreut. Wir lehnen uns nicht zurück, doch das gibt uns Zeit und Muße, über neue Dinge nachzudenken“, sagte Sabine Anemüller, die sich besonders freut, dass es sich um einen lokalen Sponsor handelt.

Ein lokaler Sponsor, der international agiert. Geschäftspartner aus Südkorea, wo Dreiband-Billard boomt, können in diesem Jahr wegen Terminüberschneidungen zwar nicht zur WM kommen, sind aber schon ganz gespannt, wie sie mit koreanischen Schriftzeichen in Werbemaßnahmen eingebunden werden.  Und wenn ihre Landsleute am 17. März dann zum dritten Mal in Folge den Siegerpokal in die Höhe stemmen, hätten sie sicher auch nichts dagegen. Übrigens noch etwas Neues: Der Pokal wurde neu designt.

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