Viersen: Neuer Look fürs Ordnungsamt

Viersen: Neuer Look fürs Ordnungsamt

Die elf Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes Viersen tragen neue Uniformen. Kostenpunkt: 9000 Euro

Blaue Hemden, dunkle Cargohosen, ein schwarzer Mehrzweckgürtel für Reizgas, Handschuhe und Handschellen: So sieht die neue Uniform für das Team vom Kommunalen Ordnungsdienst Viersen (KOV) aus. "Wir haben uns für Uniformen entschieden, mit denen wir uns der Polizei anpassen, aber auch unterscheiden", sagt Thomas Biener, Abteilungsleiter für Ordnung.

Über den Kontakt zum Ordnungsamt Düsseldorf habe man einen Uniformanbieter in Niedersachsen gefunden: Jeder der elf Mitarbeiter wurde mit Cargohose, Jeans, Sommer- und Winterhemd, Sommer- und Winterjacke, Strickjacke sowie Strickmütze ausgerüstet. "Wir haben auch über ein Barett diskutiert, aber das wollte niemand gern tragen", sagt Biener.

Die speziell für die Stadt Viersen bestickten Wappen sind etwa an den Hemdärmeln mit Klett befestigt, ebenso das Schild "Ordnungsamt" auf Hemdtasche und Jackenrücken. Ebenfalls per Klett ist der Koppelgürtel zu schließen. Dort befinden sich auch die Handschellen. "Wir tragen ein flexibles Modell mit Ketten. Bei starren Handschellen besteht die Gefahr eines Bruches, wenn der Träger sich wehrt", erläutert Biener. Zu den Aufgaben des Ordnungsamtes zählen etwa Kontrollen des Jugendschutzes in Gaststätten und des ruhenden Verkehrs sowie der Einsatz im Radarwagen. "Wir unterstützen immer öfter Polizei und Zoll", sagt der Abteilungsleiter.

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Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD) verweist nicht nur auf die neuen Uniformen, sondern auch "auf den neu gebildeten Mitarbeiter-Pool, der flexibler reagieren soll". "Früher hatten die Mitarbeiter feste Aufgabenbereiche. Jetzt soll jeder alles machen", sagt der zuständige Beigeordnete und Kämmerer Norbert Dahmen. Ein weiteres Ziel: Statt der bisher festen Teams soll es wechselnde Partner geben.

Mit Soleiman Sadeqyar, der zuvor bei der Bundeswehr tätig war, und Polizistin Jennifer Tillmanns wurde das Team des Ordnungsdienstes verstärkt. "Für die beiden Stellen gab es 85 Bewerber. Darunter viele, die auch zu Polizei und Bundeswehr wollten", sagt Thomas Biener. Am 1. August beginnen die ersten beiden Auszubildende für den Kommunalen Ordnungsdienst ihre Lehre. Dahmen: "Langfristig müssen wir sehen, ob das Personal reicht."

(RP)