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Neue Hinweise auf die historische Meile von Viersen-Dülken

Denkmalschutz in Viersen : Neue Hinweise auf Dülkens historische Meile

Zwei Informationstafeln weisen jetzt auf die Geschichte der Dülkener Stadtbefestigung hin. Möglich wurde das durch privates Engagement von Anwohnern.

Die Dülkener Historische Meile ist um einen wichtigen Aspekt erweitert worden. Zum Tag des offenen Denkmals erhielt die Stadt als Geschenk zwei Informationstafeln. An der Ecke Westwall/Börsenstraße geben sie Auskunft über Sinn, Zweck und Geschichte der Dülkener Stadtbefestigung aus dem 16. Jahrhundert und der dort original erhaltenen Stützmauer.

Auf dem Grundstück der Familie Plettscher, das an den Dülkener Westwall angrenzt, steht die original erhaltene Stützmauer der Stadtbefestigung aus dem 16. Jahrhundert. Das Team der Bauforschung des Amtes für Denkmalpflege beim Landschaftsverband Rheinland unter der Leitung von Kristin Dohmen hat die Stützmauer dokumentarisch erfasst und fotografiert. Anschließend hat die Familie Plettscher die Mauer mit finanzieller Unterstützung der Stadt Viersen aus der Denkmalpauschale restaurieren lassen. Damit die Erkenntnisse der Bauforschung nicht in den Akten verschwinden, wurde die Idee geboren, die Dülkener historische Meile um weitere Tafeln zu ergänzen. Der Dülkener Verkehrs- und Verschönerungsverein hat die Kosten dafür übernommen. Die Familie Plettscher stellt ihre Wand zur Verfügung und die bei der Stadt Viersen angesiedelte Untere Denkmalbehörde mit Denkmalpflegerin Ellen Westerhoff hat die Abwicklung in die Hand genommen.

  • Die Polizei ermittelt.⇥Foto: Jungmann
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  • Bei der offiziellen Übergabe (von links):
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 Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD) erinnerte an die geschichtlichen Hintergründe der Stützmauer. Diese war seinerzeit nötig geworden, weil die Stadtbefestigung gegen immer wirkungsvoller werdende Waffen stärker gesichert werden musste. Sie sagte bei der Übergabe der Tafeln an die Stadt: „Ich danke den Beteiligten für dieses tolle Beispiel einer Public-Private-Partnership – und wünsche uns allen, dass diese Mauern nie mehr ein Geschütz aushalten müssen.“ Im Anschluss an die Übergabe bot der Dülkener Nachtwächter einen Spaziergang entlang der Stadtbefestigung an.

Informationen zu den Rundgängen gibt es unter www.nachtwaechter-duelken.de/.

(RP)