Neue Bestattungsformen Kolumbarium und Sternenkinderfeld in Niederkrüchten

Niederkrüchten : Kolumbarium und Sternenkinderfeld sind ab 2020 in Niederkrüchten geplant

Ab 2020 soll es am Friedhof Elmpt ein Kolumbarium geben, am Friedhof Niederkrüchten ein Feld für Sternenkinder.

Auf den Friedhöfen in Elmpt und Niederkrüchten bietet die Gemeinde ab Anfang 2020 zwei neue Bestattungsformen an. Dies beschloss jetzt der Hauptausschuss. So soll auf dem Elmpter Friedhof ein Kolumbarium zur Aufbewahrung von Urnen errichtet werden. Kolumbarien können zum Beispiel Urnenwände oder freistehende Stelen mit verschließbaren Urnenkammern sein. Jede Grabkammer trägt ein Namensschild. Nach Ablauf der 25-jährigen Ruhezeit werden die Kammern geräumt, erläuterte die Verwaltung im Ausschuss. Die Asche der Verstorbenen werde danach in ein gesondertes Grabfeld gebracht und die Urne den Angehörigen auf Antrag überlassen.

„Urnenbestattungen in Kolumbarien werden stärker nachgefragt“, berichtete Bürgermeister Kalle Wassong (parteilos). Die Hinterbliebenen hätten damit einen Ort, an dem sie dem Verstorbenen nahe sein können. Gleichzeitig entfalle eine langfristige und mitunter aufwändige Grabpflege. „Urnenbestattungen in dem neuen Kolumbarium sollen ab dem 1. Januar 2020 möglich sein“, so Britta Baier von der Gemeindeverwaltung. Die Gebühr sei derzeit noch nicht bezifferbar, weil Größe, Bauart und Gestaltung des Kolumbariums noch unklar seien.

Auf dem Niederkrüchtener Friedhof soll ein so genanntes Sternenkinderfeld angelegt werden. Sternenkinder werden Babys genannt, die vor, während oder unmittelbar nach der Geburt sterben. Aktuell  unterliegen sie noch nicht der Bestattungspflicht. Um Eltern und Angehörigen dennoch einen Ort der Erinnerung und Trauer bieten zu können, soll in Niederkrüchten das Sternenkinderfeld entstehen. Dabei handelt es sich um pflegefreie Grabstellen, die mit einer Namenstafel versehen werden können. Die Nutzung des Sternenkinderfeldes soll kostenfrei sein.