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Nachwuchs-Band Zouy überzeugte in Viersen mit Improvisationen

Jazzfestival : Improvisationen mit Hip-Hop und Neo-Soul

Die Nachwuchs-Jazzband Zouy aus Essen zeigte im Keller ihr Können. Zeitgleich mit den Musikstudenten spielte Till Brönner im großen Saal. Dennoch fanden die jungen Musiker viel Gehör.

Nachdem die letzten Töne von D.O.S Tres verhallt waren, kündigte Moderator Konstantin Reinfeld die nächste Nachwuchs-Band an. Das Essener Trio „Zouy“ hatte einen schwierigen Start, denn ihr Einsatz überschnitt sich mit dem Auftritt von Till Brönner und Dieter Ilg. Nichtsdestotrotz folgten einige Zuschauer Reinfelds Appell und blieben im Ali-Haurand-Keller sitzen.

Traditionellen Jazz spielten die drei Studenten der Folkwang Universität der Künste nicht. Sie verbinden in ihrer Musik freie Jazz-­Improvisation mit Hip-Hop, Trap, Fusion, aber auch Neo-Soul. Durch die einzigartige Mischung entstanden Variationen in den sowohl selbst komponierten als auch arrangierten Stücken.

Zouy spielte in der Besetzung mit Bandleader Duy Long (Bass und Komposition), Jan Alexander (Keyboard, Synthesizer und Vocoder) und Paul Albrecht (Drums). Die Band begann mit einem neuen Stück aus der Feder von Bassist Duy, der dafür noch keinen passenden Titel gefunden hatte. Angezogen durch die Club-Atmosphäre im Keller und die neuartigen Klänge, bei denen man besonders die Hip-Hop-Elemente heraushören konnte, waren alle Plätze schnell wieder besetzt. 

Die drei Musiker beherrschten ihre Instrumente perfekt. In ihren Improvisationen kommunizierten sie eng miteinander. Dass jeder von ihnen trotzdem so in sein Instrument versunken war, beeindruckte noch mehr. Genauso wie die Tatsache, dass immer einer der Jungs den Jazz-Part zu übernehmen schien, während sich die anderen auf Hip-Hop, Trap und Co. konzentrieren konnten, um dann gemeinsam in den Jazz zurückzufinden. lea