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MSC Süchteln richtete achte Irmgardis-Rallye aus

Oldtimer-Ausfahrt : Irmgardis-Rallye weckt Erinnerungen

Durch die Süchtelner Fußgängerzone fuhren viele alte Schätzchen. Passanten bestaunten die Old- und Youngtimer

Tolles Wetter hat die achte Irmgardis-Rallye des Motorsportclubs Süchteln (MSC) begleitet. Die Nostalgie-Fahrzeuge fuhren in zwei Etappen über 125 Kilometer durch den Kreis Viersen und den Kreis Kleve . Als die Old- und Youngtimer nach und nach von der Ausfahrt in die Süchtelner Fußgängerzone zur Mittagspause eintrudelten, fanden die alten Schätze, fast immer in einem tadellosen Zustand, eine große Aufmerksamkeit.

Die Fahrer standen mit Passanten zusammen, erzählten, gewährten einen Blick ins Innere oder ließen sie sogar hinter dem Steuer Platz nehmen. Die Stimmung war gut. Ein Leierkastenmann spielte, die Band Vierscher Ratpack trat live auf. An einem Stand waren Ersatzteile für die Oldtimer zu bekommen.

 Nahe der Kirche St. Clemens parkten einige Nostalgie-Fahrzeuge.
Nahe der Kirche St. Clemens parkten einige Nostalgie-Fahrzeuge. Foto: Knappe, Jörg (jkn)

Die Brüder Manfred (aus Waldniel) und Peter Veckes (aus Brüggen), die zu einem Familientreffen in Süchteln verweilten, schauten sich die Oldtimer mit großem Interesse an. „Diese Autos führen uns in die Vergangenheit und versetzen uns in unsere Kindheit zurück. Das macht Spaß, wieder einmal solche Autos zu sehen.“

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Torsten Louy und sein elfjähriger Sohn Luan aus Vorst sahen sich am Sonntag ebenfalls die alten Autos an. Sie überbrückten die Wartezeit: „Frau und Schwiegermutter sind mit einem Porsche 911 S 2.7 Targa von 1975 bei der Rallye unterwegs“, erzählte der Vater.

Luan fand einen Audi-DKW-Geländewagen am schönsten. Dazu meinte der Eigentümer, der Dülkener Rainer Keienburg: „Ich suchte damals ein preiswertes Cabrio und fand es mit diesem Militärfahrzeug von 1963, einem damals schon beliebten Munga.“ Er hatte Ehefrau Elke und seinen Hund Eddie dabei: „Die Süchtelner Rallye ist für mich persönlich eine der schönsten.“ Der Brachter Rudi Symons machte Rast mit seinem Opel 6 von 1936 (36 PS – zwei Liter – sechs Zylinder). Sein Schwiegersohn Heino Eickes (52) begleitete ihn: „Das Wetter stimmt, wir können mit offenem Dach fahren. Wir haben uns einmal verfahren, aber wir fanden auf den richtigen Weg wieder zurück.“

Symons war eigentlich mit einem Opel 8 PS von 1929 gemeldet: „Aber da ist mir ein alter Mann reingefahren.“ Die Süchtelner Rudolf und Beatrix Pühler fuhren einen Ford Taunus 15 M 55 PS von 1957: weißes Dach und ein verwaschenes Hellblau – die Lackierung der 1950er-Jahre. „Wir kauften ihn vor 16 Jahren und haben noch einiges daran machen müssen“, sagte Rudolf Pühler. Er fand den bisherigen Streckenverlauf super: „Ich fahre, meine Frau navigiert. Die zum Teil sehr kniffligen Aufgaben lösen wir dann gemeinsam.“

Christoph Hermanns (mit Tina Könnes an seiner Seite) steuerte einen Käfer VW 1500 Halbautomatik 44 PS von 1967. „Wir kommen aus Süchteln. Das Fahrzeug wurde auch hier gekauft und auch zugelassen“, sagte er.