Totes Kita-Kind in Viersen „Ich bin damit nicht klargekommen“

Mönchengladbach/Viersen · Am zweiten Tag des Mordprozesses erklärte die angeklagte Erzieherin, sie sei als Teenager missbraucht worden und habe deshalb 2019 psychologische Hilfe in Anspruch genommen. Die Tatvorwürfe wies sie komplett zurück.

 Die Angeklagte Sandra M. im Mordfall Greta (3) auf der Anklagebank des Landgerichts. Unser Foto entstand beim Prozessauftakt am Dienstag.

Die Angeklagte Sandra M. im Mordfall Greta (3) auf der Anklagebank des Landgerichts. Unser Foto entstand beim Prozessauftakt am Dienstag.

Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Die Erzieherin Sandra M., wegen Mordes an der kleinen Greta und Misshandlung von Schutzbefohlenen in acht weiteren Fällen angeklagt, hat am Donnerstag beim zweiten Prozesstag vor dem Schwurgericht angegeben, als Jugendliche selbst Opfer eines Verbrechens geworden zu sein. Im Alter von 15 Jahren habe ein angeheirateter Onkel sie missbraucht. Auch Jahre später belaste sie das schwer, sie habe deshalb – neun Jahre nach der angeblichen Tat – im vergangenen Jahr eine Psychologin aufgesucht und mehrere Sitzungstermine dort absolviert. „Ich bin damit nicht klargekommen“, berichtete die 25-Jährige unter Tränen.