Mord in Niederkrüchten: Obduktion soll Klarheit bringen

Drei Tote in Niederkrüchten : Obduktion soll nach Familiendrama Klarheit bringen

Am Dienstag sollen die drei Toten, die in einem Wohnhaus in Niederkrüchten gefunden wurden, obduziert werden. Den Ermittlungen zufolge soll ein Sportschütze seine ehemalige Freundin, deren 17-jährigen Sohn und sich selbst getötet haben.

In der Gemeinde Niederkrüchten bei Viersen waren am Sonntag in einer Wohnung die 45 Jahre alte Inhaberin, ihr 17-jähriger Sohn sowie der Ex-Lebensgefährte der Frau tot gefunden worden. Die Ermittler gehen von einer Beziehungstat aus. Die Leichen sollen am Dienstag obduziert werden. Zuvor teilte ein Sprecher der Polizei jedoch mit, dass die Obduktion bereits am Montag im Tagesverlauf stattfinden soll. Mit dem Ergebnis der Obduktion könne man laut Polizei erst am Dienstagmittag rechnen. Die Leichen werden in der Düsseldorfer Rechtsmedizin obduziert.

Es deute alles darauf hin, dass der 43-jährige Sportschütze aus Mönchengladbach seine ehemalige Lebensgefährtin und ihren Sohn getötet und anschließend die Pistole gegen sich selbst gerichtet habe, hieß es am Sonntagabend. Am Montagmittag sagte ein Sprecher der Polizei unserer Redaktion, dass die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat noch andauern. Der Sportschütze habe legal Kurz- und Langwaffen besessen.

Nachbarn zeigten sich schockiert von der Tat. Das Paar habe sich vor wenigen Wochen getrennt, hieß es. "Es ist schockierend, wenn in der direkten Nachbarschaft so etwas Unfassbares passiert", sagte Niederkrüchtens Bürgermeister Kalle Wassong.

(top/lnw)
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