Viersen: Moderner Bahnhof für Busse

Viersen : Moderner Bahnhof für Busse

Im laufenden Betrieb bekommt der Verkehrsknotenpunkt am Viersener Kreishaus ein neues Gesicht.Wartehäuschen, Beleuchtung und Informationssysteme werden erneuert, Zugänge und Einstiege erleichtert.

Eine Wanderbaustelle bewegt sich derzeit langsam über den Viersener Busbahnhof. Die rot-weißen Bauzäune sollen den Verkehr möglichst nicht ausbremsen. Deshalb bekommt der Knotenpunkt im laufenden Betrieb ein modernes Gesicht. "In erster Linie geht es dabei um eine Funktionserweiterung und mehr Sicherheit für die Fahrgäste", sagt Wolfgang Opdenbusch.

Der Geschäftsführer der Niederrheinwerke Viersen mobil verspricht für den neuen Busbahnhof mehr Licht, mehr Komfort und mehr Information. "Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, wird das gesamte Gelände einen wesentlich freundlicheren Eindruck machen." Zusätzliche Fußwege und ein überdachter Fahrradparkplatz hinter dem Bussteig sieben sollen den Zugang erleichtern.

Stufenloser Übergang

Blinde und Sehbehinderte Fahrgäste können sich von Struktursteinen und einem weißen Pflasterstreifen auf dem Gehweg leiten lassen. "Gleichzeitig erhöhen wir rundherum den Bordstein, um Rollstuhlfahrern, Müttern mit Kinderwagen oder älteren Menschen mit Rollator einen ebenerdigen Einstieg zu ermöglichen", berichtet Wolfgang Opdenbusch. Querungshilfen schaffen einen stufenlosen Übergang zwischen Gehweg und Fahrbahn.

"Da die Beschilderung ebenfalls in die Jahre gekommen ist, ersetzen wir sie durch neue Tafeln, auf denen die Nummern der einzelnen Bussteige große geschrieben und leichter zu erkennen sind." An- und Abfahrtszeiten zeigt künftig der elektronische Fahrplan an. Er zählt außerdem die Minuten runter, bis der nächste Bus einrollt. "In den Nachbarstädten gibt es dieses System bereits. Die Fahrgäste können auf den ersten Blick erkennen, wann es weiter geht und ob sie einen möglichen Anschlussbus oder -zug auch bekommen", berichtet Wolfgang Opdenbusch.

Wenn es mal länger dauert, bieten die neuen Wartehäuschen einen Sitzplatz im Trockenen. Nach dem Umbau werden die Kunden an allen Haltepunkten ein Dach über dem Kopf haben. Die Tiefbauarbeiter legen derzeit die Fundamente für die späteren Aufbauten. "Da die Tiefgarage unter dem Busbahnhof liegt, müssen wir auf Sonderkonstruktionen zurückgreifen, die sich in die Breite erstrecken, um nicht im Parkhaus durch die Decke zu kommen."

Wolfgang Opdenbusch rechnet damit, dass die Arbeiten noch vor den Sommerferien abgeschlossen sein werden. Dann soll der Platz auch nachts gut ausgeleuchtet sein. "Wir haben mit zwei Leuchten pro Bussteig geplant, damit die Leute nicht im Dunkeln stehen, falls mal eine ausfällt. In den Wartehäuschen haben wir auch die Fahrplanvitrinen mit Licht versehen, um den Kunden das Gefühl von Sicherheit zu geben." Bis die Baustelle einmal herumgewandert ist, halten die Busse vermehrt am Steig zwei. FRAGE DES TAGES

(RP)
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