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Mobile Impfaktion bei der Tafel in Viersen

Impfungen in Viersen : So lief die mobile Impfaktion bei der Tafel

Um mehr Viersener Tafelkunden zu erreichen, lief die Impfaktion des Kreises Viersen an der Hohlstraße parallel zur Essensausgabe. Allerdings lieferte das Regenwetter nicht die besten Voraussetzungen für den Auftakt.

Insgesamt hat das mobile Impf-Team des Kreises Viersen am Mittwoch in Viersen 24 Tafelkunden und deren Angehörige geimpft – gerechnet hatte der Kreis mit bis zu 120. „Einige der Kunden sind bereits durch ihren Hausarzt oder das Impfzentrum geimpft worden“, sagt Luzia Witthake, Vorsitzende der Viersener Tafel. Außerdem liefere das schlechte Wetter nicht die besten Voraussetzungen für die mobile Impfaktion, denn bei Regen herrsche generell ein geringeres Aufkommen an Tafelkunden. Die Impfungen liefen, bis auf eine halbe Stunde Verspätung des Impfstoffes, reibungslos ab.

Am Mittwoch startete die mobile Impfaktion des Kreises Viersen namens „Wir impfen die Tafeln“. Den Auftakt machte die Viersener Tafel an der Hohlstraße 46. Hier durften sich von 13 bis 15 Uhr Tafelkunden und deren Angehörige impfen lassen. Hierfür stellte das Impfzentrum ein Kontingent mit Vakzinen von Johnson & Johnson und Biontech zur Verfügung. „Impfstoff, der übrig bleibt, wird bei uns gekühlt und im Anschluss im Impfzentrum weiter verimpft“, erklärt Luzia Witthake.

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Christoph Dellmans

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Am vergangenen Freitag machte Witthake mit Hilfe von Flyern auf die mobile Impfaktion aufmerksam. „Es haben sich daraufhin schon einige gemeldet. Viele sind aber noch unsicher und haben Angst vor den möglichen Nebenwirkungen einer Impfung. Hier muss noch viel Aufklärungsarbeit betrieben werden“, sagt Witthake. Die Vorsitzende setzte am Mittwoch aber auch auf spontane Impfentscheidungen der Kunden. Um diese zu begünstigen, fanden die Impfungen zeitgleich mit der Essensausgabe statt.

Die Mitarbeiter der Viersener Tafel haben vor den Impfungen im Gebäude alles vorbereitet, um einen reibungslosen Ablauf zu sichern. Hierfür wurde vor dem Gebäude an der Hohlstraße ein Pavillon aufgebaut, worunter die Impfwilligen einen Anamnese-Bogen sowie eine Einverständniserklärung ausfüllen müssen. Danach geht es, ausgerüstet mit Personalausweis und Impfpass, in einen kleinen Wartebereich. Wenn das mobile Impf-Team alle Daten registriert hat, geht es weiter zum impfenden Arzt Heinz Thoenes. Nach einem Aufklärungsgespräch erhalten die Tafelkunden dann ihre Impfung mit dem gewünschten Impfstoff. Draußen haben die frisch Geimpften dann die Möglichkeit, in einem überdachten Bereich mit Sitzgelegenheiten, 15 Minuten zu warten.

Ein Mitarbeiter der Tafel findet die mobile Impfaktion super: „Ich lasse mich heute impfen, um meine Kollegen, Kolleginnen und die Kunden zu schützen. Für mich steht der soziale Aspekt im Vordergrund“, berichtet der 39-Jährige. Guiseppe und Angelina Reitano freuen sich ebenfalls auf ihre Impfung. Der 63-Jährige arbeitet jeden Mittwoch bei die Tafel und hat so von der mobilen Impfaktion erfahren. „Ich freue mich, dass wir endlich eine Impfung bekommen“, sagt der 63-Jährige und seine Frau ergänzt: „Wir wollen uns und die anderen schützen und ein Stück dazu beitragen, dass die Pandemie bald endet“. Vor den Impfnebenwirkungen hat das Ehepaar zwar etwas Sorge, freut sich aber vorwiegend, einen Beitrag für den Schutz der Gesellschaft zu leisten.

Die Tafel-Vorsitzende Witthake ist am Ende des Tages, trotz schlechten Wetters, sehr zufrieden: „Die mobile Impfaktion ist für alle neu. Am Ende haben sich alle gefreut, dass die Organisation so reibungslos geklappt hat“.