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Mobile Filiale der Sparkasse Krefeld ist seit 100 Tagen im Kreis Viersen unterwegs

Haltepunkte in Bracht, Amern und Niederkrüchten : Sparkassen-Mobil rollt durchs Grenzland

Nach der Schließung einiger Filialen setzt die Sparkasse Krefeld ein umgebautes Wohnmobil im Kreis Viersen und Teilen des Kreises Kleve ein. Unterwegs ist die mobile Filiale auch in Amern, Bracht und Niederkrüchten.

Gut 5000 Kilometer in drei Monaten hat die mobile Filiale im Geschäftsgebiet der Sparkasse Krefeld schon auf dem Tacho, 3200 Kunden wurden bedient. Zu einer ersten Bilanz nach 100 Tagen hatte die Vorstandsvorsitzende Birgit Roos auf den Minoritenplatz in Willich-Neersen eingeladen. Dort steht das nach den Anforderungen der Sparkasse umgebaute Wohnmobil immer montags von 9.05 bis 10.35 Uhr. Elf weitere Standorte gibt es. Dazu zählen im Kreis Viersen Amern, Bracht, Hinsbeck, Neersen, Niederkrüchten, Schaag und Tönisberg, darüber hinaus Issum, Kapellen, Nieukerk, Veert und Walbeck. Die Standorte werden unterschiedlich stark frequentiert. Besonders beliebt sind nach Angaben der Sparkasse die Standorte in Tönisberg, Issum und Veert.

Angeschafft hat die Sparkasse Krefeld das rund 300.000 Euro teure Fahrzeug, um trotz zahlreicher Filialschließungen, die teils für heftige Kritik gesorgt hatten, weiterhin „nah am Kunden zu sein“, so Birgit Roos. Das Angebot werde sehr gut angenommen, je nach Standort und Zeitpunkt kommen 60 Kunden oder mehr zur mobilen Filiale, sagt Susanne Brüsting, die das Mobil mit drei Kolleginnen betreut. Sie hatte zuvor in der Filiale in Grefrath-Oedt gearbeitet und sich auf die Stelle beworben. „Wir haben den Mitarbeiterinnen einen Fahrkurs bei der Deula in Kempen spendiert, damit sie das Gefährt auch rückwärts einparken können“, sagt Roos.

Trotz erschwerter Bedingungen mit Ausbruch der Corona-Pandemie starteten die Mitarbeiterinnen am 23. März den Regelbetrieb der mobilen Filiale. Und trotz der Erschwernisse durch Abstands- und Hygienevorschriften hätten die Mitarbeiterinnen den Start „ganz hervorragend gemeistert“, so das Urteil von Seiten der Sparkasse.

Hauptsächlich ältere Kunden nutzen die mobile Filiale. Die am meisten nachgefragten Dienstleistungen sind Ein- und Auszahlungen, Kontoauszüge und Überweisungen sowie Hilfe beim Online-Banking, sagt Brüsting. Zudem vermitteln die Mitarbeiterinnen Kontakte in den stationären Filialen, wenn ausführliche Beratungsgespräche notwendig sind. Angenehm sei, dass der Kontakt zu den Kunden in der rollenden Filiale sehr persönlich sei. „Gerade den älteren Kunden ist es wichtig, auch mal ein Schwätzchen zu halten“, sagt Susanne Brüsting.