Niederkrüchten: Mit Schönheit und Gebell zum ersten Platz

Niederkrüchten: Mit Schönheit und Gebell zum ersten Platz

Weiße Schäferhunde aus Deutschland, Österreich und den Benelux-Ländern kamen zur NRW-Ausstellung

"Cyrill White of Sunshine" ist ein echter Österreicher. Gemeinsam mit Frauchen Sandra Roider und "Raven von Coverna" hat er viele Stunden im Auto verbracht, um nach Niederkrüchten zu kommen. Uralter Adel? In gewisser Weise schon. Schäferhund-Adel. Weißer Schäferhund-Adel. Die NRW-Ausstellung des Weißen Schäferhunde-Rassezuchtvereins (WSR) fand am Wochenende zum zweiten Mal in Niederkrüchten statt. Weil so eine Ausstellung nicht völlig geräuschlos abgeht, war der Standort des vergangenen Jahres in Gützenrath nicht möglich. Ein passendes Ausweichquartier fanden die Züchter auf dem Kamperhof.

Die Wiedersehensfreude war nicht nur bei vielen Züchtern und Besitzern, sondern ganz offensichtlich auch bei den Hunden groß. Melanie Spahiu war mit ihrem zehn Monate alten "Bran" aus Mehlingen bei Kaiserslautern gekommen. Die Mutter des Rüden, "Rani" hatte ebenfalls ihr Frauchen dabei, auch weitere Geschwister und Halbgeschwister kamen zum Familientreffen. Bei einer solchen Ausstellung geht es vor allem um den guten Austausch zwischen den Züchtern und Besitzern, um Tipps und Kniffe im Umgang mit den Hunden, die teilweise sehr lebhaft sind. Und es geht natürlich auch um den Rassestandard - und darum, wer in welcher Altersklasse dem am besten entspricht. Im Bereich der Zuchtgruppen - also der Züchter, die nicht nur Elterntiere vorstellen, sondern auch den Nachwuchs präsentieren - konnte die Vereinsvorsitzende Sandra Jonges-van den Hoogen den ersten Platz erringen. Den Tagessieg trug "Vinja vom Kofelort" als schönste Hündin davon.

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"Es hat alles gestimmt", sagt Ausstellungsleiterin Ilka Meier. Denn wenn so viele Hundebesitzer gleichzeitig mit ihren Tieren anreisen und dazu noch viele Menschen kommen, die die Tiere sehen wollen, die vielleicht mit ihren eigenen Hunden als Zuschauer kommen, dann wird es richtig bunt. Als Richter konnten mit Iris Bathe und Frank Maier zwei Experten gewonnen werden, die auch auf internationaler Ebene die weißen Schäferhunde bewerten. Ihr liebevoller Blick und ihre Sachkunde in den Erklärungen sorgten dafür, dass am Ende alle mit der Platzierung ihrer Lieblinge zufrieden waren. "Wir hoffen, dass wir auch im nächsten Jahr wieder einen Platz im Kreis Viersen finden, um die Ausstellung hier wieder durchführen zu können", sagt Ilka Meier.

(hah)