Mit dem Fahrrad zu Burgen und Mühlen im Kreis Viersen

Ausflugs-Tipp : Mit dem Fahrrad zu Burgen und Mühlen

Die Radtour des Monats führt über den Nierswanderweg. Rechts und links der Straße und Wege gibt es viele Sehenswürdigkeiten zu entdecken

Die Radroute des Monats August startet am Knotenpunkt (KP) 34 an der Mühlengasse in Grefrath-Oedt. Die Tour führt über einen Abschnitt des mehr als 100 Kilometer langen Niersradwanderweges. Die Tour beginnt zunächst Richtung Westen zur Niers und führt dort auf unbefestigten Wegen entlang des Flusses zum KP 81. Die Radler verlassen das Knotenpunktnetz und fahren auf dem Niersradwanderweg in Richtung Norden bis zum Abzweig Langendonker Weg. Hier geht es erneut weiter auf dem Knotenpunktnetz. Die Tour verläuft durch das Naturschutzgebiet Grasheide und Mülhausener Benden vorbei an der Langendonker Mühle – einer ehemaligen Korn- und Ölmühle aus dem 14. Jahrhundert. Dort quert die Tour wieder die Niers.

Hinter dem Abzweig zur Motte Horbes Bergske fahren die Radler nun Richtung Süden zum KP 5. Im weiteren Verlauf zum KP 4 in Kempen führt die Tour vorbei am Haus Steinfunder. Das ehemalige Rittergut wurde im 14. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt und befindet sich heute in Privatbesitz. Es geht auf ruhigen Wirtschaftswegen über den KP 15 in Stiegerheide zum KP 99 an der Ortsgrenze zwischen Kempen und Tönisvorst. Die Radler fahren weiter in Richtung Süden entlang des Fliethbaches zum KP 31. Auf dem Weg zum KP 16 im Zentrum von Tönisvorst passieren die Radler die Streuff-Mühle. Die Turmwindmühle aus dem 18. Jahrhundert ist das Wahrzeichen von St. Tönis und war noch bis 1945 als Kornmühle in Betrieb.

Am KP 16 verlässt die Route vorübergehend einmal das Knotenpunktnetz und führt über den Tönisvorster Rundweg zum KP 76. Von dort geht es weiter Richtung Westen vorbei an Groß Lind, einem mittelalterlichen Schöffenhof. Das Herrenhaus und die dazugehörige rund 17.500 Quadratmeter große Parkanlage wurden Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet. Westlich des Herrenhauses steht eine achteckige Rundscheune aus dem 18. Jahrhundert, in der einst Napoleon übernachtet haben soll. Im Ortsteil Kehn passieren die Radler den ehemaligen Rittersitz Gelleshof aus dem 18. Jahrhundert und erreichen den KP 73 am Bahnhof in Willich-Anrath.

Die Route führt vorbei an der Clörather Mühle im Naturschutzgebiet Salbruch zum KP 68. Der neu gestaltete Aussichtspunkt südlich der Mühle lädt zum Verweilen ein. Mit etwas Glück sieht man Störche, die seit dem Jahr 2010 nach mehr als 100 Jahren wieder erfolgreich auf angelegten Nisthilfen an der Niers brüten. Es geht erneut entlang der Niers auf ruhigen, zum Teil unbefestigten Wegen zum KP 7 im Naturschutzgebiet Fritzbruch. Hinter dem KP 58 fahren die Radfahrer durch das Niersauenprojekt Burgbenden. Dabei handelt es sich um die Renaturierung eines Niersaltarms mit Auen, der sich zu einem Feuchtlebensraum für seltene Tiere und Pflanzen entwickelt hat.

Burg Uda in Oedt wurde im Jahr 1314 errichtet. Foto: Kreis

Im weiteren Verlauf liegt die Ruine der Burg Uda in Oedt am Wegesrand. Die Burg wurde im Jahr 1314 erbaut. Von der ehemaligen Burganlage ist heute noch der Rundturm erhalten. Geöffnet ist von April bis Oktober sonntags von 11 bis 17 Uhr. Nur wenige Meter hinter der Burg erreichen die Radler nach rund 41 km den Ausgangspunkt der Tour am KP 34 an der Mühlengasse. RP

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