Schwalmtal: Metallgeländer soll im Mai stehen

Schwalmtal: Metallgeländer soll im Mai stehen

Im Herbst 2016 fuhr ein Kleinwagen in die Metallbrüstung vor Erwin Lambertz' Haus und riss das Geländer aus der Verankerung. Ein Ersatz sei bereits in Arbeit, berichtet Straßen NRW

Baulampen- und Schilder stehen an der Stelle, wo ein Stück der Metallbrüstung fehlt. Über die Landstraße fahren Lkw und Autos mit teilweise über 70 Kilometern pro Stunde. Das Haus von Anita und Erwin Lambertz liegt im Abschnitt Hostert direkt an der L371. Seit einem Unfall im November 2016 ist das Geländer beschädigt - und bis jetzt nicht repariert worden.

"Wir haben im Februar dieses Jahres den Auftrag, das Geländer anzufertigen, an einen ortsansässigen Schlosser gegeben", sagt auf Anfrage der Redaktion Christoph Jansen, Niederlassungsleiter von Straßen NRW in Mönchengladbach. Mitte Januar dieses Jahres habe die Gemeinde auf Anfrage den Landesbetrieben mitgeteilt, welche Handwerker in der Umgebung für die Umsetzung der Reparatur der Metallbrüstung infrage kämen, sagt Bernd Gather, Planungsamtsleiter der Gemeinde Schwalmtal. "Auf die Nachfrage, wann das Geländer geliefert werden könnte, haben wir eine ausweichende Reaktion erhalten", berichtet Jansen. "Wir rechnen aber damit, das Geländer im Mai aufzustellen."

Als Grund für die Verzögerung nennt Jansen die hohen Anfragen im beauftragten Handwerkerbetrieb. "Die Leute haben sehr viel zu tun, die Auftragsbücher sind voll", sagt Jansen.

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Die Anwohner von Reparaturstellen wie der Metallbrüstung vor Lambertz' Haustür über einzelne Arbeitsschritte detailliert zu informieren sei nicht üblich, sagt der Niederlassungsleiter. Eine pauschale Herangehensweise gebe es aber dabei nicht: "Das wird unterschiedlich gehandhabt." Planungsamtsleiter Gather berichtet, die Schwalmtaler Gemeindeverwaltung und die Landesbetriebe würden bezüglich der Reparaturarbeiten regelmäßig in Kontakt stehen. "Dass die Anfertigung und Aufstellung des Geländers in diesem Fall so lange dauert, ist aber nicht optimal", sagt Jansen. "Das muss ich an dieser Stelle sagen."

Die Kosten für die Instandsetzung des Geländers trägt in diesem Fall die Versicherung des Unfallverursachers. Ebenso wie den beim damaligen Unfall verursachten Schaden am Haus der Lambertz' trägt diese auch die Kosten für die Anfertigung eines neuen, verzinkten Stahlgeländers.

"Das Geländer hat beim Unfall Schlimmeres verhindert", sagt Lambertz. Mehrfache Anfragen beim Landesbetrieb Straßenbau NRW (Straßen NRW) hätten nichts bewirkt, sagt der 67-jährige Schwalmtaler. Bedenken äußerte das anwohnende Ehepaar gegenüber der Redaktion nicht nur bezüglich der Sicherheit bei einem Unfall, sondern auch für Fußgänger und Radfahrer. "Hier laufen regelmäßig Eltern mit ihren Kindern entlang", sagt Anita Lambertz. "Die Kinder balancieren dann manchmal auf den Betonklötzen, während die Lkw vorbeifahren." Auch für Radfahrer sei der Straßenabschnitt gefährlich, finden die beiden Anwohner: Ohne die Brüstung sei gar keine Trennung zwischen Fahrbahn und Radweg vorhanden.

(juz)